04.07.2020 Eine der vielen Demos. Oldenburg.

Der Bundesrat hat seine Drucksache 125 zum Motorradlärm beschlossen. Der Punkt Fahrverbote an Wochenenden und Feiertagen an besonders belasteten Strecken sorgte bundesweit bei den Motorradfahrern für Ärgernis und Aufregung. Schon einige Tage nach Bekanntgabe des Beschlusses zeichnete sich ab, dass einige Menschen Demos gegen dieses Verbot durchführen wollen. Zum Teil unter dem Namen „BifF“ oder „Demos & Sternfahrten gegen Motorradfahrverbote am 04.07.2020“ aber auch durch Einzelpersonen, die sich entschieden haben, einen Protest zu organisieren.

 

Im Vorstand des BVDM e.V. wurden wir uns einig, dass wir Demos zum jetztigen Zeitpunkt nicht selber organisieren werden, aber diese, soweit gewünscht, unterstützen werden.

 

Einer dieser Organisatoren war Antje.

 

Relativ zeitnah kam Antje B. aus dem Norddeutschen Raum auf uns zu und fragte, ob sich jemand vom Bundesverband zur Problematik auf der Demo in Bremen äußern würde. Michael Wilczynski hat sich bereit erklärt, diesen Part zu übernehmen. Jedoch wurde aus Bremen dann schnell Oldenburg, da es in Bremen keine geeigneten Flächen für eine Demo geben soll. Zudem wurde durch das Coronavirus die ganze Demo und Planung erschwert.

 

Aber dann wurden Antje und ihre Mitstreiter in Oldenburg fündig und hatten eine gute Zusammenarbeit mit Polizei und Ordnungsamt.

 

Gleicher Termin und anderer Ort. Aber das passt schon. Zeitgleich gab es ja noch je eine Demo in Hamburg und Papenburg.

 

Gegen 11.30 Uhr rollten die ersten Helfer auf dem Gelände der Weser Ems Hallen ein. Es wurde erst einmal etwas geschnackt und dann ging es los. Einteilung wer was macht, und Aufbau des Equipments. Schon um 14 Uhr reisten die ersten Gäste an, und positionierten sich auf dem Platz. Dies war etwas Besonderes, denn pro Parkplatzfläche sollte auch nur ein Motorrad stehen. Die Fahrer/innen sollten weitestgehend bei ihren Mopeds bleiben und Abstand halten. Obwohl sich alles draußen abspielte, war durch die Behörden Mund/Nase Bedeckung vorgeschrieben. Toilettenwagen, die sonst immer gefordert werden bei solchen Veranstaltungen, waren wegen der mangelnden Hygiene nicht zugelassen.

 

Relativ pünktlich gegen 15 Uhr konnte Antje dann mit ihrer Ansprache und Moderation beginnen. Hochachtung davor, wie souverän sie das meisterte. Für die Redebeiträge waren gut 90 Minuten vorgesehen, aber alle fassten sich kurz und so war die reine Kundgebung vor der Zeit beendet.

 

Geredet haben neben Antje B. noch Christph Baak, Motorradfahrer und stv. Vorsitzender der CDU-Fraktion im Oldenburger Stadtrat, Nihat Kurt der Inhaber des Bikertreffs „Stevens Bistro“ machte klar, was ein Fahrverbot für die Gastronomie bedeutet. Michael Wilczynski vom BVDM e.V. versuchte, den Bundesratsbeschluss und die Bedeutung zu erklären. Der Verein Lebenswunsch e.V. kam durch Mark Castens zu Wort. Es wurden für die Kostendeckung der Demo Spenden gesammelt, der Überschuß geht zu 100% an Lebenswunsch e.V., die sich darüber sehr freuen werden.

 

Danke an alle Spender vor Ort!

 

Alex Sucker von MTBS hat es leider nicht mehr geschafft zu reden, da die Blockerstaffel vorher noch in Hamburg war und erst kurz vor Korsostart eintraf. Aber auch hier einen Dank an die Mitarbeit der MTBS.

 

Insgesamt war diese Demo mit etwas mehr als 1500 Teilnehmern ein voller Erfolg. Trotz Regenwetter (Norddeutsch für Sommerwetter) habt ihr alle ausgehalten. Danke an die Teilnehmer.

Bild Pico Eins Zehn

 

Bild Pico Eins Zehn

Bild KradblattBild MiWi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.