Nachvollziehbare Sperrung für Motorradfahrer?

Uns erreichte die Meldung, dass der Tunnel der B2 in 82438 Eschenlohe, für Motorräder voll gesperrt ist.

Ein Anruf bei der Stadtverwaltung klärte, zumindest in Teilen, auf. Der Tunnel ist nicht dicht! Das bedeutet im Tunnel befinden sich feuchte glatte Stellen auf dem Asphalt. Um die Motorradfahrer vor einem Unfall zu schützen, wurde die Durchfahrt für den Tunnel untersagt. So weit kann man es ja sogar nachvollziehen, da der §45 StVo dies auch so besagt. Wir werden die Verwaltung jedenfalls auffordern, die baulichen Mängel im Tunnel zu beseitigen und den Tunnel wieder frei zu geben.

Aus meiner Sicht will die Stadt- Kreis- Verwaltung damit ihre Mitarbeiter vor Haftungsklagen schützen. Ähnliches hatten wir ja schon im Main-Kinzig Kreis.

Besonders auffällig ist, so hat Bodo uns berichtet, das die Durchfahrt für Mofas, Mopeds und Kleinkrafträder wohl erlaubt ist. Dies widerspricht dem Sicherheitsgedanken komplett.

Wir warten auf eine schriftliche Stellungnahme der Behörde.

 

 

 

Bild von Pixabay

6 Gedanken zu „Nachvollziehbare Sperrung für Motorradfahrer?

  1. Es wäre ja auch zu viel verlangt, einfach die Fahrbahn zu flicken (wird ja oft genug gemacht), um sie für Motorradfahrer wieder sicher zu machen oder (ganz neuer Gedanke) sogar „richtig“ zu sanieren.

    Aber natürlich ist es viel einfacher, ein teures Verwaltungsverfahren zur Streckensperrung für ganze Verkehrsarten (in dem Fall der Motorradverkehr?) anzustrengen, als Asphaltarbeiten vorzunehmen, oder?

  2. Ich kann es nicht nachvollziehen, wahrscheinlich wie die meisten Motorradfahrer die in diese Abzocker- Falle fahren.
    Bisschen nass auf der Straße! Die Tunnels sind bolz gerade.
    Ich bezahle KFZ – Steuer wie jeder andere! Warum darf ich nicht durch? Sollte nicht jeder gleich behandelt werden nach unseren Gesetzen?
    Du fährst auf einer Bundesstraße und dann darfst auf einmal nicht weiter. Es ist nicht nachvollziehbar.
    Wie gesagt: Tunnel – Parkplatz mit Polizei – Tunnel. Und davor winzige Schilder die leicht zu übersehen sind. Nichts anderes als eine Motorradfahrer Falle mit abzocke.

  3. Vielleicht sollte man die KFZ-Steuer für unsere Motorräder um den Anteil der Gesperrten Strecken kürzen.
    …sehr geehrtes Finanzamt, hiermit erlaube ich mir, die KFZ-Steuer für das Motorrad … um 10% zu kürzen.
    Begründung:
    1. Ein Teil des Straßennetzes ist ohne vernünftigen Grund und ohne mein Verschulden für mein Motorrad nicht befahrbar. Den Anteil schätze ich auf etwa 10 %
    2. Die Maßnahmen der Streckensperrungen widersprechen dem Gleichbehandlungsgrundsatz und entbehren jeglicher rechtlicher und moralischer Grundlage. Ich weigere mich daher mich an den Kosten hierfür durch meine KFZ-Steuer zu beteiligen.
    Ich glaube nicht, dass sich das Finanzamt das gefallen lässt aber wenn das alle machen, gibt es für die Finanzämter eine Menge Schreibarbeit. Vielleicht kann man die Behörden damit so nerven, dass sie mal darüber nachdenken.
    Bei diesem Schwachsinn kommt man wirklich auf ganz komische Ideen……..

    • Wirres Gedankengut – es sind doch nicht die Finanzämter, die Streckensperrungen veranlassen. Und 10% gesperrte Strecke??? Das deutsche Straßennetz hat eine Gesamtlänge von ca. 830.000 Kilometern (https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/G/infrastruktur-statistik.html). Na, wer kann davon 10% ausrechnen? Es wird wohl kein halbes Prozent Moped-Sperrung existieren, aber das ist für manche hier ja kein Grund sich nicht trotzdem in Reichsbürger-Fantasien hineinzusteigern. Zum Kotzen! Wenn man keine Ahnung hat: einfach mal die … halten!

      • Nein, Finanzämter veranlassen Streckensperrungen nicht, kassieren aber die KFZ-Steuer. Ich wollte ja auch keinen perfiden Plan aushecken sondern habe nur meinen Gedanken ein wenig freien Lauf lassen. Offenbar habe ich die Ironie und den Sarkasmus doch etwas zu gut versteckt (wollte ich eigentlich gar nicht). Der Grundgedanke dabei (und das sind keine Reichsbürgerfantasien, mit so einer Behauptung kannst du mich wirklich beleidigen) die negativen Folgen einer Streckensperrung nicht allein auf die Motorradfahrer beschränken und das geht am besten mit Geld. Die 10% sind „gefühlt“, einfach zu rechnen und auch ein wenig provokant. Ich habe mir wirklich nicht die Mühe gemacht den Anteil exakt auszurechnen. Wenn die Diskussion auf der finanziellen Ebene geführt wird und nicht nur zwischen Motorradfahrern, Anliegern und Landräten könnte das Ergebnis vielleicht etwas anders aussehen. Aber bitte, ich bin alles Andere als ein Reichsbürger oder etwas ähnliches. Anders als bei den Streckensperrungen gehe ich hier von der Unschuldsvermutung aus und nehme dieses Rechtsprinzip für mich vollumfänglich in Anspruch.

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