Streckensperrungen, wieso, warum wie lange?

Immer wieder taucht die Frage auf, warum Straßen für die Gruppe der Motorradfahrer gesperrt werden.

Nach Paragraph 45 der StVO kann eine Behörde (Stadt, Landkreis) eine Straße aus verschiedenen Gründen beschränken oder verbieten. Hier sind Unfälle und Lärm zu erwähnen.

Fangen wir mal ganz vorne an.

Die Straße XY wird auf einmal von Motorradfahrern als reizvoll und anspruchsvoll entdeckt. Dies spricht sich herum und viele fahren dort, teilweise über dem Limit und verunglücken. Auf bestimmten Abschnitten der Strecke geschehen überproportional viele Unfälle.

Jetzt muss die Behörde tätig werden und eine Unfallkommission UK) bilden. Diese besteht in der Regel aus Vertretern der Stadt, des Landkreises, der Polizei und dem Straßenbaulastträger. Diese „Fachleute “ überlegen sich dann Maßnahmen, um die Unfallzahlen zu senken.  Geschwindigkeitsbegrenzungen und Überholverbote sind meist die ersten Entscheidungen.

Schilder stören nicht wirklich, und es kommt an den markanten Stellen weiterhin zu Unfällen. Wieder kommt die UK zusammen und berät.  Eventuell auch bauliche Maßnahmen.  Auch diese fruchten nicht,  und die Unfallzahlen bleiben hoch. Im letzten Schritt geben die Verantwortlichen auf und beschließen die Sperrung der Straße.

Eine Frist, wann eine Überprüfung der Maßnahme wieder stattfinden muss, gibt es nicht.

Dies ist der Grund, weshalb es viele Sperrungen schon Jahrzehnte gibt.

Eine Sperrung aus Lärmschutzgründen wäre auch möglich. Aber dafür muss ein teures Gutachten erstellt werden, das kaum zum Ziel führen dürfte.

Anfangs hat der BVDM e.V. nur eine Verwaltung der Sperrungen in Deutschland geleistet. Eine Liste zum Download, damit die Biker wussten, wo sie besser nicht fahren sollten.

Dies hat dem Bundesverband der Motorradfahrer nicht gereicht.  Die Interessenvertretung hat vor einigen Jahren begonnen, gegen die Sperrungen zu klagen und dies recht erfolgreich. Leider kommen fast jedes Jahr neue Streckensperrungen hinzu, so dass wir kaum dazu kommen die „alten “ Fälle abzuarbeiten.

Der Verband hat natürlich schon an weitergehende Klagen gedacht,  aber erstens ist das ein langwieriger Prozess, der nicht so einfach durchzuführen ist. Zweitens muss jede Sperrung für sich betrachtet werden, da es immer Einzelfallentscheidungen sind. Und drittens, verliert man vor dem Verfassungsgericht,  hat man alles verloren.

Seid euch sicher, der BVDM bleibt an dem Thema und den Klagen dran.

 

28 Gedanken zu „Streckensperrungen, wieso, warum wie lange?

  1. Ich bin für Fahrverbote an Wochenenden für Motorräder mit mehr als 125cm3 auf unseren
    Schwarzwald Raserstrecken.
    Das Rasen ginge noch weil sich letztendlich die Motorradfahrer meistens selber schaden.
    Was aber nicht mehr geht ist derLärmterror jedes schöne Wochenende. Schöne Plakate an den
    Entsprechenden Strecken nützen ja gar nichts.

    • Ich bin dafür, das bei Ihnen jeden Sonntag 2 Tackter Roller mit nur 50 cm 3 fahren.Die sind nicht schnell aber schön Laut und Stinken tun sie auch noch,
      Spaß bei Seite, weder Rasen noch Lärm ist angenehm für die Anwohner trotzdem haben wir Biker das gleiche Recht
      diese Strecken zu befahren. Wir zahlen genauso KFZ Steuer wie PKW Fahrer und bei den Autofahrern gibt es
      genau solche schwarzen Schafe wie bei den Bikern.
      Außerdem währe das Fahrverbot eine Diskriminierung und Ungleichbehandlung.
      Wer sich nicht an die Regeln hält, Moppet zu laut gebastelt oder zu Zügig unterwegs,dafür ist die Polizei zuständig,
      Motorrad wegnehmen und zu Fuß nach Hause schicken. Nicht jeder der etwas schneller fährt ist gleich ein Raser,bei einigen Leuten sind wir Motorrad Fahrer schon Raser wenn wir in der 30 Zone 25 Fahren.
      Das sind meine Gedanken zu Streckensperrungen.

  2. Erstmal sollten die Daimler, BMW & Co. mit ihren unnötig lauten und provozierenden Auspuffanlagen verboten werden. Die Nerven wirklich! Ich bin zwar kein Motorradfahrer, höre aber gern den Klang der Maschinen und es hat mich noch nie gestört. Gestört finde ich eher die Politiker, die sich solch einen Schwachsinn ausdenken. Darf man in Deutschland denn keinen Spaß mehr haben?

  3. Ich wohne auf dem Lande und mich machen die Motorradfahrer krank!!!!! Sobald schönes Wetter ist kann ich nicht mehr im Garten sitzen ohne ständig durch aufheulende Motorräder belästigt zu werden. PKW’s höre ich hingegen kaum. Auf den Straßen beobachte ich viele Motorradfahrer die zu schnell und zu riskant fahren, die andere Verkehrsteilnehmer nötigen und die lebensgefährlich überholen. Die Unfallzahlen sprechen demzufolge für sich. Das immer wieder zu hörende Argument es handele sich nur um „einzelne schwarze Schafe“ ist definitiv falsch! Es ist ein nicht unerheblicher Anteil der Motorradfahrer! Warum müssen Motorradfahrer derart die Allgemeinheit gesundheitlich belästigen? Warum schaffen es Motorradfahrer nicht, defensiv, untertourig und ohne das ständige Aufheulen lassen der Motoren zu fahren? Ist das vom BVDM eingeforderte individuelle Recht auf Raserei und Lärmerzeugung höher zu werten als das Recht der Allgemeinheit auf Ruhe und Erholung in der freien Landschaft und in der Natur? Wenn Ihr rasen wollt dann bitte auf privaten Rennstrecken! Dort könnt Ihr Lärmen und Euch zu Tode fahren so viel Ihr wollt! Aber bitte hört damit auf die Landschaft mit Lärm zu verschmutzen, hört auf damit jedes Wochenende die Rettungskräfte entlang der Mittelgebirgs-Serpentinenstraßen zu beanspruchen!!! Ein „weiter so“ kann es nicht geben! Die Mitglieder des BVDM müssen sich in aller Deutlichkeit von den zahlreichen schwarzen Schafen in ihren Reihen distanzieren! Dies geht glaubwürdig nur mit einem Ehrenkodex, dem jedes Mitglied beitreten kann. Hierzu gehört: 1.) Keine Manipulation an den Motoren 2.) Defensive Fahrweise. 3.) Kein übertouriges Fahren und Starten 4.) Auswahl lärmreduzierter Motorräder 5.) Keine Unterstützung der Motorsoundfetischisten in den eigenen Reihen. 6.) Keine Unterstützung von Aktionen durch Motorradfahrer, in denen Straßen vorab auf Polizei- und Tempokontrollen hin untersucht werden damit man dann dort als Gruppe die Verkehrsregeln bewusst ungestraft missachten kann. 7.) Deutliche Distanzierung von den Motorradfahrern die Ziele dieses Ehrenkodexes -bewusst- missachten. Die Zustimmung des jeweiligen Motorradhalters zu diesem Ehrenkodex könnte mit einem Aufkleber des BVDM auf dem jeweiligen Motorrad dokumentiert werden (z.B. „ICH FAHRE FAIR UND LEISE“). Dieser Aufkleber dokumentiert die Zustimmung und Unterstützung des jeweiligen Motorradhalters zu den Inhalten des Ehrenkodexes. Wird gegen diesen verstoßen so erklärt sich der Halter bereit dass der Vorfall zusammen mit seinem Kennzeichen von jedermann an den BVDM übermittelt werden kann und dieser diesen mit dem Mitglied erörtert. Durch dieses Vorgehen findet eine klare Abgrenzung zu den „schwarzen Schafen“ statt. Zieht man diese Abgrenzung nicht so werden weiterhin alle Motorradfahrer in einen Topf geworfen und es wird weiter eskalieren! Der BVDM darf nicht weiter nur Rechte für Motorradfahrer einfordern, er muss auch dort eingreifen und Position beziehen wo Motorradfahrer und Mitglieder absichtlich unnötigen Lärm verursachen und unnötige Verkehrsgefährdungen verursachen! Tut der BVDM das nicht, so macht er sich völlig unglaubwürdig!

    • Bernd Jenne:

      Wenn ich ihren Artikel gerade so lese möchte ich Ihnen gerne eine neue Tastatur schenken, die Ausrufezeichentaste ist bestimmt total ausgeleiert.
      Ich wohne ebenfalls auf dem Land, fahre Motorrad und was MICH krank macht sind Leute die sich ständig über jeden Scheiss aufregen und der Meinung sind anderen Personen ihren Lebensstil madig zu machen.

      Irgendwie scheinen solche Leute ja mittlerweile in jedem Lebensbereich in der Überzahl zu sein.

      • Herr Sikora, meine Ausrufezeichen sind Ausdruck meines inzwischen angestauten Ärgers und meines tatsächlichen Leidensdruckes! Ich wohne im Sauerland und wie die große Mehrheit der Menschen hier leide ich massiv unter dem v.a. an Wochenenden unerträglich gewordenen Lärm von Motorrädern! Ich möchte niemandem etwas aufzwingen aber ich lasse mir auch diesen Lärm nicht länger aufzwingen! Deshalb mein Vorschlag: Fahren Sie am Wochenende zum Nürburgring. Dort können Sie rasen, Lärmen und sich Totfahren so viel Sie wollen! Aber bitte nicht dort wo wir wohnen, bitte nicht in schönen und ruhigen Naturlandschaften in denen Menschen Erholung vom stressigen Alltag suchen, nicht entlang der Talsperren, bitte nicht auf unseren Straßen, denn diese sind für alle da und nicht nur für rasende lärmende Motorradfahrer! Defensiv fahrende Motorradfahrer die sich wirklich um Lärmvermeidung und rücksichtsvolles Fahren bemühen sind hingegen willkommen, aber das ist nach meinem Eindruck inzwischen leider eine Minderheit!

        • Herr Jenne, nur ganz kurz. Ich fahre seit meinem 18. Lebensjahr Motorrad und das Gern. Jetz bin ich 68, fahre immer noch und hab mich noch nicht einmal Totgefahren. Lassen sie doch ihre Ausrufezeichen mal weg und schalten sie stattdessen mal ihr Gehirn ein.

    • Moin , ich wohne auch auf dem Land , dithmarscher Pampa in SH um genau zu sein .

      Vorab , die Schwachmaten mit den Brüllrohren und dem Hang , die eigene Karre durch permanetes beschäftigen des Drehzahlbegrenzers frühzeitig zu zerstören ,kann ich auch nicht leiden .
      Ist aber nicht meine Zuständigkeit diese auszusortieren , anzuzeigen , mich verbal mit ihnen auseinander zu setzen (Lohnt eh meist nicht ) oder ihnen den Stinke oder erhobenen Zeigefinger zu zeigen .
      Sanktionen in Form von direkten Kontrollen und konsequentem aus dem Verkehr ziehen von Rasern und illegalen Bastlern ist einzig Sache des Staates und diesen Anspruch hab ich als Steuern zahlender Bürger auch an diesen Staat . Sich zum Denunzianten machen zu lassen , weil der Staat nicht willens oder fähig ist , die eigenen Regeln durchzusetzen , kommt für mich nicht in Frage , weil es das gesellschaftliche Miteinander konsequent zersetzt .

      Oder wollen sie um ihrer persönlichen Befindlichkeiten willen eine DDR 2.0 haben ? Überlegen sie gut , bevor sie sich sowas wünschen , beim nächsten Mal passt vielleicht IHR Verhalten irgendwem nicht und dann befinden sie sich plötzlich in der gleichen Lage wie jetzt die Motorradfahrer .

      Das die Idioten auf egal wie vielen Rädern sich öfters mal tot fahren , buche ich unter darwinsche Auslese ab , so lange sie dabei keine Unschuldigen mitnehmen . Prozentual am Gesamtbestand gemessen , bin ich geneigt ihnen Recht zu geben , der Anteil an Idioten auf zwei Rädern ist prozentual sicher höher als der auf vier Rädern , von den reinen Anzahlen her aber sicher nicht . Dadurch , dass es eben zigfach mehr Autos gibt , fallen die Schwachköpfe leider weniger auf .

      Defensives fahren ?
      Was verstehen sie darunter ?
      Die Schlafmützen, die regelmäßig hinter nem Traktor hängen und sich in die Hose machen , ihn zu überholen , obwohl sie mit Autos unterwegs sind , die jedes Modelljahr mehr PS unter der Haube haben und auf diese Weise andere zu gefährlichen Überholmanövern nötigen , weil man nicht nur an einem Hindernis , sondern an vielen
      vorbei muß , die dahinter kleben bleiben .

      Oder vielleicht die Oberlehrer und Verkehrserzieher , die bei erlaubten Tempo 30Km/h unbedingt 21-25Km/h ,
      bei erlaubten 50 Km/h mit 30-35 Km/h usw. usw. unterwegs sein müssen oder noch schlimmer , wenn diese Honks erwarten das jeder so dröhnig unterwegs ist und deswegen jedem zweiten die Vorfahrt nehmen , weil er ja gefälligst nicht so schnell angefahren kommen muss ?

      Wenn sie dieses Klientel meinen , was sich nach MEINEM Empfinden wie eine Pest auf unseren Straßen ausbreitet und mich krank macht , dann verzichte ich auf defensives Fahren und lass es mir auf sicher auch nicht vorschreiben um irgendwelche Aufkleber für brave Bürger zu erhaschen , besten Dank , nix für mich .Ich fahre nicht ne Maschine mit 128 legalen PS , um sie wie eingeschlafene Füße zu bewegen und mit Verlaub spreche ich es jedem der nicht selber fährt ab , zu beurteilen ob mein Überholmanöver gefährlich oder nicht ist . Ebenso ob ich der
      Situation gemessen zu schnell bin oder nicht . Außenstehende Beobachter können das so gut wie nie beurteilen .

      • Unter defensivem Fahren verstehe ich zunächst die Einhaltung der STVO und der Verkehrsschilder. Dann eine möglichst energiesparende, eher untertourige Fahrweise. Ausreichende Abstände einhalten. Keine Kurven schneiden. Nicht rechts überholen. An Ampeln den stehenden Verkehr nicht über die Gegenfahrbahn überholen, v.a. nicht bei durchgezogener Mittellinie. Keine Geschwindigkeitsüberschreitungen. Kein Auskundschaften von Blitzanlagen zwecks bewusster Überschreitung der Verkehrsregeln, u.s.w….! Kein absichtliches übertouriges Fahren mit dem Ziel rasch zu beschleunigen und Lärm zu erzeugen! Ihre 128 PS-starke Maschine ist keinerlei Rechtfertigung um auf öffentlichen Straßen riskant zu fahren und diese unnötig laut aufheulen zu lassen! Öffentliche Straßen sind keine privaten Rennstrecken zu Lasten aller! Wenn Sie mit Ihrer Maschine Rennen fahren wollen dann bitte auf dem Nürburgring, auf dem Hockenheimring oder auf einer von den Motorradverbänden privat erworbenen und angelegten Vereinsrennstrecke!

        • Sorry , aber wenn man sie so liest , sind Motorradfahrer eine bedrohliche Sekte , lebensmüde und rücksichtslos und nochmal für sie , ob ich riskant oder nicht fahre , können sie als Zuschauer in den seltensten Fällen objektiv beurteilen .

          Motorräder entwickeln nunmal auch legal bewegt eine Fahrdynamik mit der Autofahrer oft nicht klar kommen . Das Beschleunigungsvermögen schon eines 50 PS Motorrades ermöglicht vollkommen gefahrlose Überholmanöver , von denen Fahrer mit Autos im Bereich 100-200 PS nur träumen. Und ich denke genau da liegt bei den meisten Kritikern auch das Problem , schlichter Neid , weil ich mit meinem trägen vierrädigen Gefährt nur allzu oft genervt hinter irgendwelchen Landmaschinen oder notorischen Schlafmützen hänge und was ich nicht kann haben andere gefälligst auch nicht zu können .
          Deswegen konstruiert man in den meisten Fällen vollkommen überzogene und an den Haaren herbei gezogene Kritik , von wegen der dauerrasenden Motorradfahrer .

          1. Kurven schneiden
          Vollkommener Schwachsinn , kein Motorradfahrer ohne Neigung zum Suizid schneidet absichtlich Kurven . Wo haben sie solchen Unfug her , wir sind es die keine Knautschzone haben und das letzte was man dann macht , ist sich absichtlich auf die Gegenfahrbahn zu begeben . Wenn einem Motorradfahrer sowas passiert ist das ein krasser Fahrfehler .

          2.Auskundschaften von Blitzanlagen
          Diese Dusselbehauptung grenzt schon an Verschwörungstheorien , meinen sie , ich hab als normal arbeitender Mensch Zeit und Muße auf meinen Lieblingsstrecken vorher Erkundungstouren zu fahren , wieder zurück zu fahren , um die Strecke dann nochmals im Rennstreckentempo zu befahren .
          Keine Ahnung wie man auf solchen Quatsch kommt .

          3. Untertouriges und energiesparendes fahren
          Ich bezahle meinen Treibstoff immer noch selber und das überlassen sie mal schön mir , auf welche Weise ich den abfackel , solange ich mich im legalen Bereich bewege . Merkwürdig , Autofahrer versucht man nicht in der Form unter Androhung von Fahrverboten zu belehren , da würden mir so einige Dinge einfallen . Zum Beispiel ein Verbot von 2 Tonnen schweren Pseudogeländewagen mit einem CW Wert wie ein Scheunentor , die allein auf Grund ihrer Bauart mehr Sprit schlucken , als sie müssten . Komischerweise sind diese rollenden Krankheiten bei den ach so tugendhaften Autofahrern gerade die beliebteste Fahrzeugart . Kehren sie also vor der eigenen Tür , bevor sie anderen Energie sparen verordnen wollen .

          4.Abstände einhalten
          Da muss ich glatt schon lachen , die Nummer ausgerechnet explizit Motorradfahrern anlasten zu wollen .Diese Kiste ist doch wohl schlicht die Autofahrerkrankheit Nummer 1 , ich hab nen Arbeitsweg von 45 Km gemischt Autobahn , Landstraße , Innerorts ,den ich übrigens meist mit dem Auto fahre und es vergeht KEIN Tag , an dem mir nicht morgens wie nachmittags mindestens einmal einer beinahe in den Auspuff kriecht , meist sind es sogar mehrere .

          Man merkt , die meisten ihrer Ausführungen sind an den Haaren herbei gezogene Unterstellungen , einfach mal pauschalisiert . Sie haben dabei vom Motorradfahren absolut keine Ahnung , sonst würden sie uns nicht Dinge unterstellen , die jeder Motorradfahrer mit ein wenig Grips und das ist die Mehrzahl in eigenem Interesse tunlichst vermeidet , wie zum Beispiel das zu dichte auffahren , wir liegen nämlich weitaus schneller auf der Nase als Sie und das macht keinem Spaß .

          Richtig gibt es Affen in egal welcher Fahrzeugart , die geistig eigentlich gar nicht fähig sind am Straßenverkehr teilzunehmen und bei denen mir bei den „Bikern“ die Bikes echt leid tun , dieses hochgejaule der Motoren ist nämlich für die alles andere als gesund .
          Diese und andere Chaoten gehören aus dem Verkehr gezogen , selektiv nicht verallgemeinert , dafür zahl ich nämlich mit allen anderen zusammen meine Steuern .
          Dafür braucht es eine vernünftig präsente und kompetente Polizei und keine unqualifiziert rumquarkenden Oberlehrer .

          • Klaus Finnern, stimmt alles, vor allem möchten die Autodödels nicht wahrhaben das die Idiotenfraktion bei ihnen schon aufgrund der über 10x höheren Gesamtzahl entsprechend ausfällt.
            Einige der Kommentare aus dieser Ecke müssten eigentlich schon nach dem Netzgesetz gemeldet werden da eindeutig Hass und Vorurteile produziert werden.

          • Hallo,
            etwas hart formuliert, trifft den Nagel aber auf den Kopf!
            Auch ich bin der Meinung, dass verstärkte Kontrollen / Radarmessungen / Lärmmessungen jegliche Straßensperrung unnötig machen würde.

        • Ja , und natürlich geht dieser Sermon nur an die Motorradfahrer weil Autofahrer sich ja ständig an alles halten , es bei denen keien Tuneridioten gibt und Sie z.Bsp ganz betsimmt jede unnützeFahrt mit Ihrer Blechkiste unterlassen,gell?
          Mal ehrlich, für Autofahrer ist echt kein „Argument“ zu blöde um es nicht irgendwo zum Besten zu geben , was?

    • Michael Ackermann, bitte nehme zur Kenntnis, dass die Lärmbelastung durch PKW’s trotz ihrer deutlich höheren Anzahl ERHEBLICH geringer ist als die durch Motorradfahrer. Auch die Unfallhäufigkeit je gefahrenem Kilometer ist bei Motorradfahrern viel höher als bei PKW’s. Dies kann man nicht einfach wegreden, das sind Tatsachen!

      • Dann sollten die Autofahrer mal besser hinschauen , denn sie sind es in der überwiegenden Mehrzahl , die Schuld sind an Motorradunfällen .

        https://www.adac.de/der-adac/unsere-verantwortung/unfallforschung/

        Lesen bildet , wenn man angebliche Tatsachen verkünden möchte , an gerade 30 % ihrer Unfälle sind die Biker selber Schuld , 70 % Fremdverschulden .

        Okay , dann beurteilen wir doch mal nach Tatsachen und dann könnte man , wenn man unbedingt verbieten möchte , zum Schutz der Motorradfahrer , Fahrverbote für Autofahrer an Wochenenden erwägen .
        Wäre natürlich genau so ein pauschaler Quatsch , wie bei Motorradfahrern .

        Die angebliche Lärmbelästigung ist zum Großteil ihre persönliche Befindlichkeit , nehmen sie zur Kenntnis , dass daraus und anderen Behauptungen nicht automatisch Tatsachen werden , nur weil sie sich das wünschen .

        • Der ADAC ist in vielen Fragen parteiisch weil er fürchtet, dass er Motorradfahrer sonst als zahlende Mitglieder verliert. Zahlreiche neutrale Studien belegen eine überwiegende Verantwortung an den Unfällen bei den Motorradfahrern.

          „Zwei Drittel aller getöteten Motorradfahrer auf Landstraßen hätten den Unfall selbst verursacht. “

          https://www.n-tv.de/auto/Biker-sind-haeufig-selbst-am-Unfall-schuld-article21177690.html

          „Zwei von drei Unfällen mit Motorrädern werden von den Bikern verursacht“

          https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/Toedliche-Motorrad-Unfaelle-haeufen-sich-in-der-Region-Woran-das-liegt-wer-betroffen-ist-und-wie-sich-Ungluecke-vermeiden-lassen;art417930,10181808

          • Ja natürlich , wenn die Wahrheit nicht passt , biegt man sie sich zurecht und plötzlich sind seriöse Studien vom ADAC unglaubwürdiger , als irgendwelche wilden Pressebehauptungen .

            Und was die Ignoranz anbetrifft , jepp Leute wie Sie sollte man am besten ignorieren , von Sachlichkeit keine Spur , nur immer wieder postulieren was ins eigene Vorurteilskonzept passt .

            Aber sie haben vollkommen Recht , so lange die Motorradfahrer LEGAL unterwegs sind , muss sie das Gejammer von Leuten wie ihnen nicht interessieren , ist eh nur Dampfplauderei gepaart mit maßloser Übertreibung .

        • Sie schreiben: „Die angebliche Lärmbelästigung ist zum Großteil ihre persönliche Befindlichkeit“

          Diese Ihre Aussage ist an Ignoranz kaum zu überbieten! Lärm ist im Wesentlichen messbar! Motorräder verursachen v.a. an den Wochenenden einen Großteil des Verkehrslärmes und diesen mit Vorliebe in ländlichen kurvenreichen Erholungsgebieten. 80 % der Menschen dort leiden unter diesem Lärm! Dieser Lärm macht krank! Auch das ist hinreichend belegt. Das sind objektive Tatsachen und keine subjektiven Befindlichkeiten!

          So lange Motorradfahrer die Belastungen der Bürger unter Motorradlärm als „persönliche Befindlichkeiten“ bagatellisieren anstatt ein Bewusstsein für das Problem und den eigenen Anteil an diesem Problem zu erkennen, so lange wird die Situation weiter eskalieren und die Fronten werden sich weiter verhärten! Die Menschen sind nicht mehr länger bereit diesen Lärm weiter zu ertragen. Das Maß ist voll! Es reicht!!!

  4. Ich war gestern mit meiner Familie am Sorpesee im Sauerland (NRW).

    Der Motorradlärm ist dort für die Erholungssuchenden unerträglich. Auf der Uferstraße zwischen Amecke und Sorpedamm wird geheizt und Gas gegeben dass einem die Ohren weh tun! Man kann sich dort am Seeufer unmöglich erholen! Wo bitte ist die angebliche Vernunft der Motorradfahrer an die hier so oft appelliert wird? Nein, es sind keine Einzelfälle. Alle paar Minuten heizen Zweiradidioten mit laut röhrenden Motoren die Uferstraße entlang und belästigen mutwillig die Erholungssuchenden. Autos hörte man hingegen kaum! Die Lärmer sind weniger die klassischen Straßenmotorräder sondern überwiegend Sportmotorräder und Enduros. Liebe Leute, so geht das nicht! Wenn Ihr es nicht schafft die Motorradfahrer in Euren Reihen aktiv auszugrenzen die ohne Not so einen Lärm machen dann wird das eskalieren weil die Bevölkerung macht das nicht mehr lange so mit! Der Leidensdruck ist groß und die früheren Sympathiewerte gegenüber Motorradfahrern ist in den letzten Jahren rapide gesunken! Ein Motorrad muss nicht laut sein. Motorräder werden künstlich laut gemacht und absichtlich laut gefahren. Wenn Ihr die vielen schwarzen Schafe in Euren Reihen weiter deckt anstatt diese in den Griff zu bekommen so wird es immer mehr Fahrverbote geben. Die Menschen werden immer mehr gegen Motorradlärm protestieren. Niemandem kann vermittelt werden warum alle Bürger für einen privaten Freizeitsport diesen Lärm ertragen müssen! Hört endlich auf damit: Fahrt leise, kauft leise Motoren, manipuliert nicht an den Motoren! Dann -und nur dann- seid Ihr als Motorradfahrer überall willkommen! Echte Männer haben es nicht nötig ihr Ego mit unnötig lauten Motoren aufzupolieren! Echte Männer überzeugen mit anderen Qualitäten!

      • Bei der von Ihnen gezeigten Uneinsicht (die ich leider ähnlich bei der Mehrheit der Motorradfahrer -nicht bei allen!!!- erlebe) gibt es offenbar nur einen Weg: Den Weg der weiteren Eskalation über zunehmende Bürgerbeschwerden, Gesundheits- und Lärmgutachten, drakonische Strafen und über weitere Fahr- und Streckenverbote! Sie tun sich wirklich keinen Gefallen damit wenn Sie derart die Klagen der Bürgerinnen und Bürger über Lärmbelästigungen weiter ignorieren! Bitte vergessen Sie nicht: Der Lärmverursacher sind die Motorradfahrer!!! Nur sie haben es in der Hand den Lärm zu mindern!

        Die von mir belegten Studien sind keine freien Pressemitteilungen! Die Presse berichtet lediglich darüber. Hintergrund sind wissenschaftliche Studien und offizielle Polizeistatistiken. Wer lesen kann ist im Vorteil! Vielleicht ist Ihnen nicht bekannt, dass der ADAC gar keine wissenschaftlichen Studien erstellt! Schon oft haben sich angebliche „Erkenntnisse“ des ADAC als falsch herausgestellt. Immer wieder musste der ADAC seine Position korrigieren: Bleifreies Benzin, Katalysatoren, Tempolimit, CO2-Ausstoß, Straßenausbau, Elektromobilität, etc….. Vergessen Sie nicht: Der ADAC ist ein Lobbyverband, keine neutrale Forschungseinrichtung!

      • Echte Männer überzeugen mit Verantwortung, Rücksichtnahme, Selbstreflektion, das Gegenüber ernst nehmen, zuhören können, mit gemeinsamem Suchen nach Lösungen, durch Einsicht, durch Kompromissfindungen, durch Zugeständnisse, etc…

        Echte Männer überzeugen nicht mit Egotrips frei nach dem Motto, „Je lauter mein Untersatz desto cooler komme ich rüber und desto öfter drehen sich Geile Mädels nach mir um…, ist mir egal wenn mein lautes Röhren andere Menschen stört…“. Nein Leute, diese Denkweise ist absolut uncool und rücksichtslos! Imponierendes Röhren tun nur brünftige Hirsche! Aus dieser Evolutionsphase ist der Mensch -dachte ich zumindest- weitgehend herausgewachsen…! Was sind das für arme Menschen die das nötig haben? Den Sound der eigenen Maschine hört man unter seinem Helm beim Fahren doch sowieso kaum. Was ich nicht verstehe: Warum macht man Lärm für andere Menschen? Oh man…..

          • Nein, bei mir hat sich ein hoher Leidensdruck angestaut als Folge der Lärmbelästigungen durch Motorradfahrer, der ich JEDES Schönwetterwochenende hier im Sauerland ausgesetzt bin! Über 80 % der Menschen hier geht es ähnlich. Die Wut hier in der Region ist groß! Ich habe versucht hier mit den Verursachern in einen sachlichen Dialog zu kommen. Dies ist offenbar nicht möglich. Es wird nur bagatellisiert und mein Anliegen wird als „persönliches Befinden“ heruntergespielt. Da müssen sich Motorradfahrer nicht darüber wundern, dass Bürgerinitiativen gegen Motorradlärm wie Pilze aus dem Boden schießen, dass die Stimmung kippt und der Gegenwind für Motorradfahrer stärker wird. Da muss man sich auch über Streckensperrungen nicht mehr wundern und diese beklagen. Lösungen kann es nicht geben so lange die Verursacher den Anliegen der Bürger mit Ignoranz begegnen. Es liegt an Euch, hier Lösungen zu suchen, mit den Betroffenen abzustimmen und umzusetzen! Tut Ihr das nicht wird die Situation weiter eskalieren! Ihr habt es selber in der Hand!

        • Hallo Hr. Jenne,
          ich muss ihnen als Motorradfahrer im großen und Ganzen Recht geben. Es ist ignorant, den Motor aufheulen zu lassen, ohne jegliche Veranlassung. Auch dass solch ein Verhalten als Balzgehabe oder „Schwanzverlängerung“ tituliert wir, ist nicht von der Hand zu weisen. Auch haben Sie Recht, dass eine Landstraße keine Rennstrecke ist.
          Aber global alle Motorradfahrer zu verteufeln ist genauso falsch und ignorant.

          Auch Straßensperrungen sind falsch. Dies ist genauso ignorant und sollte eigentlich nur das letzte Mittel sein. Fakt ist aber, das vor keiner einzigen Straßensperrung mal massiv Kontrollen / Messungen gemacht wurden. Wäre das passiert, gäbe es keine Straßensperrung. Denn die Raser wären aussortiert und hätten keinen Führerschein mehr und die Auspuff-Bastler hätten kein Motorrad mehr (erloschene Betriebserlaubnis).
          Also:
          Mäßigung und konstruktive Zusammenarbeit ist keine Einbahnstraße …..
          Hier sollten beide Seiten Druck auf die Behörden machen, im ausreichendem Umfang entsprechende Messungen / Kontrollen zu machen.

  5. Hallo Hr. Jenne!
    Ich weiß nicht, ob Sie hier noch mitlesen. Mir ließen jedoch Ihre massiven Vorwürfe keine Ruhe, deshalb habe ich mir vergangene Woche mal die Situation an der zuletzt reglementierten Strecke bei Rönkhausen Richtung Wilde Wiese angesehen, weil ich da sowieso unterwegs war.
    Ganz ehrlich, ich verstehe die jetzige Vollsperrung bergauf am WE nicht. Diese Strecke ist bereits massiv mit Tempolimits, Überholverboten, Rüttelstreifen und durchgezogenen Mittelstreifen unattraktiv gemacht, da wollte ich bestimmt kein zweites Mal fahren. Außerdem waren viele, auch schwere LKW unterwegs. Deren Geräusche scheinen den weiten Weg durch Wald wohl nicht zu finden?
    Kurz, es wäre ein leichtes, mit ein paar Kontrollen einen hohen Leidensdruck für notorische Verkehrsregel-Ignorierer zu schaffen. Ein generelles Fahrverbot ist jedenfalls der falsche Weg. Was kann ich dafür, daß sich andere Leute schlecht benehmen?

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