Start des bvdm-blog

Offener Brief an alle Motorradfahrer. Respekt!

Die Saison hat ja nach diesem schönen sonnigen Wochenende offiziell begonnen.

Leider auch schon mit den ersten Toten und Verletzten in unseren Reihen.

Aber auch schon mit Beschwerden und Aufregungen (auch von Bikern) über die extreme Fahrweise einiger weniger Motorradfahrer. Ob auf einem Rad, zu schnell aber auch zu laut, es ist für alle etwas dabei.

Der BVDM e.V. versucht an allen Fronten gegen Streckensperrungen und einseitige Tempolimits nur für Motorradfahrer zu kämpfen und sie zu verhindern. Auch auf dem Klageweg gegen die Behörden. Leider verstehen einzelne Fahrerinnen und Fahrer die Sache mit der Gashand und dem gesunden Menschenverstand nicht wirklich. Wir wollen keine Aufpasser, Moralapostel oder Blockwarte für uns Biker sein. Viele Motorradfahrer reden von Respekt und fordern ihn von anderen. Aber wir fordern auch gegenseitigen Respekt,  Respekt gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern und auch Respekt gegenüber den Anwohnern. Hierbei geht es nicht nur um die Geräusche, die verursacht werden und andere stören oder belästigen. Hier geht es auch um Unfälle und Menschenleben.

Im Sport, im Verein, im MC auf der Arbeit und auch in der Familie gilt es Regeln einzuhalten. Macht man dies nicht, muss man mit Konsequenzen rechnen. Keiner von uns fährt vorsätzlich bei Rot über die Ampelkreuzung. Erstens kann das tödlich sein, zweitens zieht es möglicherweise eine Strafe/ Fahrverbot nach sich. Aber auf Landstraßen mit 150 +X km/h unterwegs zu sein, scheint gänzlich ungefährlich zu sein. Beispiel Kurve: Ihr fahrt so am Limit, dass ihr fast im Gegenverkehr seid. Der Biker der euch entgegen kommt, fährt Ideallinie, er erschreckt und bremst kurz an. Das hat zur Folge, dass er etwas weiter rausgetragen wird und ihr euch vielleicht berührt und es zu einem Sturz kommt.

Liebe Biker, nehmt euch etwas zurück und fahrt halbwegs regelkonform. Keine gefährlichen Überholmanöver, keine Hochgeschwindigkeitsfahrten, dann sind eure Partner, Kinder und Eltern sowie Freunde dankbar, wenn ihr heile nach Hause kommt.

Wir fordern immer wieder Respekt, dann lasst uns auch Respekt zurückgeben.

 

27 Gedanken zu „Offener Brief an alle Motorradfahrer. Respekt!

  1. Genau so sehe ich das auch!
    Mehr Rücksicht, Vernunft und gegenseitigen Respekt ist wirklich nicht zu viel verlangt und tut nicht weh.
    Man muß nicht immer am Limit fahren…

  2. So sollte das eigentlich selbstverständlich sein , alle anderen machen uns dieses schöne Hobby durch Verbote kaputt !!!!

  3. Hallo , gensu so seh ich es auch. Auf Raser, Poser und Gefährder können wir verzichten! Ich bin Chopperfahrer und will dss biken mit drt Umgebung grnießen ohne mich oder sogar andrre zu gegährden oder zu belästigen. Ja ich gebe zu eine erlsubte zugelassene Anlage auf meinem amerikanischrn Model zu haben…ABER ich habe drei Einstellungen die es ermöglichen angepasst zu (Lautstärke)fahren . Auch ich überhole mal gern …aber nur wo es angebracht ist (erlaubt).
    Deshalb viel Spass in der neuen Saison und Unfallfrei

    • Nicht alle Raser sind biker!
      Wer oder was ist überhaupt ein Raser? Und wer hat die Deutungshoheit über diesen emotionale aufgeladenen Begriff? Und wo ich schon mal dabei bin was bedeutet biker? Hört sich nach Radfahrer an. Radfahrer war mal ein Schimpfwort.

      LIEBEn Gruß
      rudi rüpel

  4. Diese Knie schleifenden Idioten sollen sich auf dem Nürburgring austoben. Andere durch die eigene Fahrweise zu gefährden ist wirklich assi. Wir wollen alle Spass am Hobby und gesund nach Hause kommen. Ich lege keinen Wert auf Poser, Raser und Gefährder. Fahrt vernünftig und bringt andere nicht in Gefahr!!

  5. Leute so schön Motorradfahren ist, die Straße ist keine Rennstrecke, und Motorradfahren heißt nicht letzte Rille testen. Laßt uns zusammenstehen und aufeinander achten, keiner ist Fehlerfrei, jedes Leben ist wichtiger als erster oder schnellster zu sein! Laßt uns die ansprechen die Unsicherheit auf die Straße bringen damit das Motorradfahren weiter noch lange Spaß macht!
    Das ist meine Meinung, und diese tue ich hier und in den Gruppen kund zu denen ich gehöre.

  6. Toller Brief! Leider zeigt die Corona Zeit bzw. deren Einschränkungen, das Motorradfahrer keinerlei Respekt vor anderen kennen. Es gibt nur Egoismus. Hauptsache fahren. Scheiß auf andere.

    • Hallo Herr Deubel,
      ich danke Ihnen für Ihre ausgewogen, differenzierte Sichtweise mit der Sie sich weit weg vom Thema Respekt gestellt haben…

    • Deine Reaktion verstehe ich nicht. Was hat das mit corona zu tun. Für einige ist Motorrad fahren ein Hobby und für einige eine möglichst sich abzureagiren und es gibt sie noch für die ist Motorrad fahren eine Einstellung, für uns ist das Leben Motorrad fahren aber das verstehen nur die wenigsten biker und bikerin. In diesem Sinne Eisbär

  7. Das trifft genau meine Meinung. Alle die, die sich beweisen möchten, sollten das auf abgesperrten Strecken tun, da werden dann keine Dritten gefährdet. Genau das Gleiche gilt aber auch für Autofahrer, Radfahrer und sogar Fußgänger, die ohne Rücksicht auf Andere (ich bin ja im Recht) ohne Vorsicht im Straßenverkehr unterwegs sind. Wir alle !! müssen uns daher im Klaren sein, dass wir immer Wieder Fehler machen, die oft nur durch die Einsichtigkeit Anderer nicht zu schlimmeren Situationen führen. Lasst uns unser Hobby genießen und wieder heil nach Hause kommen.

  8. „ halbwegs“ regelkonform reicht nicht ! Regelkonform ist angesagt, und macht genug Spaß !
    Wer‘s schneller braucht: es gibt genügend Rennstrecken-Veranstaltungen zum Austoben !

  9. Hierzu wäre noch zu erwähnen, dass es für einen Motorradfahrer, der seinen Lebensunterhalt als Ordnungshüter verdient, keine schöne Aufgabe ist, Familienangehörige aufzusuchen, um ihnen mitzuteilen, dass der Sohn, die Tochter, der Ehemann, die Ehefrau oder sonst ein von ihnen geliebter Mensch schwerverletzt in der Uniklinik liegt und man nicht weiß, ob es derjenige überlebt. Es ist auch kein schönes Gefühl, den Angehörigen den Tod eines Verkehrsteilnehmers, insbesondere eines Kradfahrers zu übermitteln, wenn erwachsene Menschen weinend zusammenbrechen und Kinderaugen einen tränenerfüllt, ungläubig ansehen, mit der soeben erfahrenen Erkenntnis, dass Mama oder Papa nie wieder nach Hause kommen. Auch die Unfallaufnahme und das Bergen von Verletzten und Leichen ist für Rettungskräfte nicht einfach. Da es aber auch hier bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten Motorradfahrer gibt, ist es für diese Menschen um einiges schwerer einen Motorradunfall abzuarbeiten.
    Wer also mit dem Motorrad an seine Grenzen gehen will, sollte eine Rennstrecke aufsuchen und sich aus dem Straßenverkehr fern halten. Auf einer Rennstrecke sind die Gefahren kalkulierbar und viele Gefahren aus dem Straßenverkehr erst gar nicht vorhanden. Ich wünsche allen eine schöne und im Miteinander friedvolle Saison 2021.

  10. Es wäre schön wenn der im Artikel geforderte Respekt vor den Anwohnern auch mal umgesetzt würde. Das war an diesem Wochenende wie so häufig mal wieder nicht der Fall.
    Ich gönne jedem Fahrer sein Hobby, aber warum immer mit diesem ohrenbetäubenden Lärm. Und so kommt es, wie es kommen muss. Auch hier in unserem kleinen Dorf im Sauerland regt sich massiver Widerstand mit Forderungen nach Streckensperrungen für Motorradfahrer.
    Die eingenommene Opferrolle der Motorradfahrer ist ja mittlerweile durch die Leitpfostenmessungen in Baden-Württemberg widerlegt. In der Realität ist ein Großteil der Motorräder deutlich lauter als ein PKW und nicht wie von Ihnen behauptet ein nur kleiner Teil.

    Das gehört zur Wahrheit und deshalb sollten die Messergebnisse auch hier mal veröffentlicht werden. Aus Respekt vor den Anwohnern !!!

    • Als jemand, der genau das erfüllt, was sie fordern, (nämlich Respekt gegenüber Anwohnern durch möglichst leises Fahren) UND als jemand, der lärmgeplagt an einer vielbefahrenen Straße wohnt, kann ich Ihnen nur von ganzem Herzen widersprechen. Es ist richtig, daß manche Motorradfahrer sich von der Gesamtlautstärke abheben und besser einprägen, als die große Masse an lauten Fahrzeugen, die den Hauptteil der nervenden Geräusche verursacht. Aber die Leitpfostenmessungen in BW als absoluten Beweis anzusehen, ist ziemlich naiv (Trau keiner Statistik, die du nicht selbst manipuliert hast). Wenn man hätte Lkw als Sündenböcke hinstellen wollen, hätte man dies haargenau auf die gleiche Art bewiesen.
      Respekt fordere ich nicht nur seit Jahren, sondern gewähre ihn meinerseits auch durch möglichst leises Durchfahren von Ortschaften und nur sanftes Beschleunigen nach Ortsende. Wenn ich aber sehe, was sommerlöchrige Medien und coronagefrustete Mitmenschen letztes (und scheinbar auch dieses) Jahr mal eben so pauschal rundumschlagend auf die Gesamtheit aller Motorradfahrer abladen, dann frage ich mich jedoch, wo deren Respekt bleibt (den sie doch so gern und vehement für sich selbst einfordern).

  11. Mir ist schon klar das dies ein Lobbyforum für Motorradfahrer ist. Aber eine konstruktive Diskussion sollte trotzdem möglich sein. Stattdessen werden ordnungsgemäß erhobene Daten sofort reflexartig torpediert. Das wiederum finde ich naiv.
    Ich glaube Ihnen, das Sie respektvoll und angemessen fahren. Aber Fakt ist hier im Sauerland nun einmal, das oft ganze Gruppen aus dem Ruhrgebiet mit ohrenbetäubendem Lärm durchfahren. Das mag für Sie unglaubwürdig klingen, ist aber nun mal eine Tatsache. Und mein zugegebenermaßen subjektiver Eindruck aus den letzten Jahren bezüglich der Lautstärke ist durch die Messungen bestätigt werden. Aber man kann die Ergebnisse dieser Messungen ja mal zur Diskussion hier einstellen. Ich bin gespannt.

    Ich bin übrigens nicht coronagefrustet, wie Sie mir ja unterschwellig vorwerfen.

    • Ich weiß was gemeint ist, aber es ist so, das viele ordentlich fahren, auch im Sauerland.
      Der BVDM hat die Unterlagen aus BaWü angefordert und wird Sie auch in gekürzter Version ins Netz stellen, denke ich. Es gibt aber einen LärmBericht aus BaWü aus 2010. Hier ein Zitat daraus:
      „Die vorliegende Untersuchung zeigt, dass bei gleichen Geschwindigkeiten die Emissionspegel
      von Motorrädern und Pkw im Mittel etwa gleich hoch sind. Die Emissionspegel streuen allerdings
      bei den Motorrädern weiter als bei den Pkw. Während bei den Pkw die Verteilung fast
      symmetrisch um die Regressionsgerade liegt, kann bei den Motorrädern eine Asymmetrie
      festgestellt werden, bei der die Mehrzahl der Motorräder Emissionspegel unterhalb der
      Regressionsgeraden aufweist, aber eine geringe Anzahl mit teilweise sehr hohen Emissionspegel
      vereinzelt weit über der Regressionsgeraden liegt.
      Bei den leisen Vorbeifahrten mit Emissionspegeln unter 33 dB(A) liegt der relative Motorradanteil
      höher als bei den lauten Vorbeifahrten mit Emissionspegeln von 33 bis 39 dB(A), in dem
      der Pkw-Anteil höher liegt. Erst bei Emissionspegeln über 39 dB(A) ist der Motorradanteil
      wieder höher, allerdings bei einer geringen absoluten Anzahl von Vorbeifahrten.
      In einem Geschwindigkeitsbereich von 65 bis 95 km/h weisen Motorräder im Durchschnitt um
      1 dB(A) niedrigere Emissionspegel auf als Pkw, die allerdings auch deutlich weiter streuen. In
      einem Geschwindigkeitsbereich von 95 bis 115 km/h weisen Motorräder im Durchschnitt noch
      um etwa 0,5 dB(A) niedrigere Emissionspegel auf als Pkw, die allerdings auch hier deutlich
      weiter streuen.
      Motorräder sind demnach in der Regel leiser als Pkw“
      Zitat Ende

  12. Rauchverbot hat auch Funktioniert, es liegt an uns wie wir in Zukunft behandelt werden. Aber leider sind die Vernüftigen die Weicheier der Szene und die angeblich harten fahren auf Teufel komm raus ihren Stil, um hinterher all die Probleme die Sie verursacht haben wieder den Weicheiern zu überlassen.

  13. Ich bin kein biker! Bin ich ein Raser?

    Wo bin ich denn hier gelandet? Bundesverband der Motorradfahrer? Dauernd ist von bikern die rede und die scheinen sich auch angesprochen zu fühlen, den Kommentaren nach zu urteilen. In den Kommentaren wird auf Raser und Poser rumgehakt, ohne zu erläutern was das überhaupt ist, ein Raser.
    Meine Beobachtungen decken sich in keinster Weise mit dem was hier wiedergegeben wird. Also ich treffe da draussen super selten mal jemand der schnell ist. Das kann ich beurteilen weil ich so gut wie nie überholt werde.
    Ich bin genau zwei mal in den letzten Jahren überholt worden. Nicht von „Rasern“ sondern von Motorradfahrern die fahren können. Die die schnell sind die können es auch, vor denen muß man sich nicht fürchten, weil die kein Risiko eingehen. Die die eine Gefahr darstellen das sind die die denken sie seien schnell. Das sind die die durch die Gegend eiern und sich während der Fahrt die Landschaft anschauen. Das sind die die sich beim fahren unterhalten. Die die aufs Navi starren. Die die telefonieren. Die die mit einem Mopped fahren das nicht ihrer Konstitution oder ihrem Können entspricht, sprich zu schwer zu viel Leistung. Die die meinen nach einem Deppenkurs viel sicherer unterwegs zu sein. Den letzt genannten möchte ich raten, Leute lernt erst mal langsam zu rollen, engste Radien zu beherrschen, geht mit leichten Moppeds ins Gelände, übt euer Gleichgewicht, das geht sogar auf einem Fahrrad, wer am Fahrradfahren scheitert, der sollte niemals auf ein Mopped steigen.
    Fast hätte ich es vergessen, die die andere am meisten gefährden, so kommt es mir vor, sind diese Gruppenfahrer, bei denen muß man einfach mit allem rechnen, Wahnsinn wie die rumeiern, oft fahren die total unkonzentriert.
    Bin ich ein Raser? Ich fahre gerne schnell. Bin ich ein Raser? Überholen find ich toll. Bin ich ein Raser? Wenn keiner entgegen kommt dann schneide ich die Kurven. Bin ich ein Raser? Ich halte mich nur in Ortschaften an Tempolimits und nur dort wo ich einen Sinn im Limit erkennen kann.
    Mein Mopped ist eine 37 Jahre alte Rappelkiste mit ca. 35 PS und wiegt 180 KG
    Bin ich ein Raser?

    LIEBEn Gruß
    rudi rüpel

  14. Ein berühmter Autorennfahrer wurde anlässlich eines Fernsehinterviews gefragt wie er denn privat Auto führe.
    Seine Antwort lautete sinngemäß: „..genau so wie im Rennen,..ich nutze meine Möglichkeiten und halte mich an die Regeln….“ Eine sportliche Fahrweise bedeutet also immer Einhaltung der (aller!) Regeln und nicht „Knie am Boden“
    Die STVO ist voll mit unverständlichen und absolut schwachsinnig erscheinenden Regeln. Aber auch wenn ich nicht verstehe warum gerade hier nur Tempo 70 erlaubt ist oder ich gerade hier nicht überholen darf heißt es sportlich und fair die Regeln einzuhalten. Ich gebe zu, dass es mir manchmal schwer fällt und mir das Einhalten der Regeln auch nicht immer 100% gelingt. Aber ich gebe mein bestes und erwarte das auch von allen anderen.
    Dabei ist es eigentlich ganz einfach, wenn ich am Straßenverkehr teilnehmen möchte habe ich die Regeln zu respektieren. Habe ich ein Problem damit dann Finger weg von KFZ im öffentlichen Straßenverkehr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.