10 Gedanken zu „E-Motorrad ZERO – Ein Erfahrungsbericht

  1. Der Autor gibt ein klares Bild dieses Motorrades ab. Seine beteuerte Ehrlichkeit nehme ich ihm voll ab. E-Motorräder mit Verbrennern zu vergleichen taugt ebenso wenig wie Äpfel mit Birnen. Für den potentiellen Interessenten wird erst der Vergleich mit einem am Markt verfügbaren Wettbewerber aus Modena interessant. Andere europäische Wettbewerber stecken noch in den Kinderschuhen, in Übersee sieht es leider nicht viel besser aus.
    Wer einmal E-Bikes dieser Kategorie gefahren hat, steigt nicht mehr um!

  2. Ob Elektrofahrzeuge das Allheilmittel in Sachen Klimawandel sind sei dahingestellt. Ein Teil der Lösung sind sie sie auf jeden Fall und eine interessante Bereicherung der Motorradszene ebenfalls. Obwohl E-Moppeds allein schon aufgrund des Preises und des Reichweitenproblems im Augenblick für mich keine Alternative zu Verbrennern darstellen verfolge ich die Entwicklung sehr interessiert. Ich würde auch gerne einmal eine Zero oder Enerca probe fahren. Allein schon die Aussicht auf über 150 Nm Drehmoment ab „Standgas“ finde ich sehr reizvoll. Allerdings ist die Vorstellung nach 150 km für viele Stunden an die Ladesäule zu müssen eine echte Spaßbremse.
    Ich gehe davon aus, dass in Sachen Akkus und Ladetechnik in den nächsten Jahren eine Menge passieren wird. In einigen Jahren werden wir darüber anders diskutieren, dessen bin ich mir sicher. Kein Hersteller kann es sich leisten dieses Thema zu ignorieren. Selbst Unternehmen mit einer langen, sehr konservativen Tradition, wie z. B. Harley Davidson oder auch Royal Enfield, sind auf diesem Gebiet schon aktiv.
    Man darf nur eines nicht vergessen. Das „perfekte“ Motorrad wird es nie geben. Auch unsere Verbrenner sind nach über 100 Jahren Entwicklung noch längst nicht perfekt und haben alle noch ihre „Macken“. Also kann ich das von E-Moppeds auch nicht erwarten. Aber ist das denn nicht auch ein Teil vom Spaß am Motorrad..?

  3. Leider ist der Hauptständer, Stand 4.Juli’21, nicht mehr serienmässig an Bord.

    Ich bin mittlerweile sowohl die HD Livewire, die Zero SR/S und die Energica Eva Ribelle, gefahren. Bei Energica hätte es eine Esseesse9 sein sollen, aber die war verkauft. Da ging nur eine Sitzprobe. Wie immer müsste man einen Mix von allen Motorrädern haben. Den Akku und die doch flottere Lademöglichkeit der Energica, das Design und die Fahrruhe der Zero und die Hinterradschwingen/Rimenkonstruktion von Buell. Das wäre es.

    Livewire ist raus, da beschwert sich die bSvA. Auch ist derzeit keine vernünftige Gepäckmöglichkeit am Markt.

    Bei der Energica nervt das Geräusch. Mein Ulysses ist sicherlich lauter, aber die Frequenz liegt in einem angenehmeren Bereich. Ne, das geht gar nicht.

    Bleibt die Zero und die Gewissheit möglichst immer einen Snack und eine Tasse Cafe dabei haben zu müssen, um die Wartezeit beim Laden überbrücken zu können. Wobei man die Zero ja auch in der heimatlichen Garage an der Schukosteckdose über Nacht laden kann.

    • @ Stephan Klöcker: JA, das Laden über Nacht an der Steckdose in der garage funktioniert, habe ich auch so praktiziert.
      Aber Achtung: Frage einen Elektriker, ob Deine Steckdose auf eine DAUERBELASTUNG von 2,6-2,8 KW/h ausgelegt ist. Bei unserer Nachbarin, die ihren E-Smart über längere Zeit an der Haushaltssteckdose in der Tiefgarage geladen hat, ist die Steckdose verschmort. Hätte auch brennen können!! Wir haben daher unsere Garage mit Drehstrom und Wallbox ausgestattet. Notfalls die Steckdose extra absichern.

      • Ja, die Problematik ist mir bewusst. Der Garagenstromkreis ist neu und seperat gesichert. Über kurz oder lang kommt da eine Wallbox hin. Ist auch für’s Ladenanagment bequemer. Geht notfalls auch Einphasig. . .

        Jedenfalls soll die Zero nächste Woche eintreffen. Papiere, Kennzeichen, liegt alles parat.

        • @ Stephan: Na dann gute Fahrt mit der ZERO. Ich denke die Freude am Fahren ist in jedem Falle „gesichert“! Vielleicht schreiben Sie ja mal nach einigen tausend Kilomeztern hier im BLOG einen Erfahrungsbericht.

          • @Rainald, leider hat mir die Zulassungsbehörde in M.-Gladb. das Wochenende versaut. Da es ein Import-Kfz ist, glaubt man nicht, das Zero das richtige Motorrad zu den von mir vorgelegten Papieren, CoC und Verzollungsbescheinigung, geliefert hat. Sie verlangen eine Vorführung. Welche jetzt der Händler in Düren, bei seinem TÜV macht.

            Mich wundert ja, das man den restlichen Daten in den Unterlagen Glauben schenkt, nur nicht ausgerechnet der Nummer, welche alle 2 Jahre vom TÜV geprüft wird *seufz

  4. Oh Gott, das darf ja nicht wahr sein. Aber eigentlich sitzt doch der Importeur in Holland. Das ist doch ein EU-Land.
    Müsste er nicht für die Ornungsmässigkeit sorgen?
    Drücke die Daumen!

  5. So, kurze Vollzugsmeldung. Mittlerweile sind wir 450km gefahren. Hab per iMehl die Bestätigung vom KÜS aaS zu den Unterlagen beigepackt. Auf’m Amt musste das dann alles geprüft werden. Insgesamt war ich eine Stunde dort, bis ich alles hatte. Ein „deutsches“ Motorrad braucht max. 20 Minuten. Ich will über die Dame am Schalter nicht maulen. Nicht ihre Schuld und sie hatte an dem Tag eine steile Lernkurve. Sie weiß jetzt, das ein eMotorrad keine ccm hat und trotzdem einen Fahrzeugbrief bekommt (ist ja kein Moped). Sie war echt glücklich mir zum Schluß mitteilen zu können, das ich jetzt 10 Jahre keine Steuern bezahlen müsste.

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