Quelle Pixabay

Wir machen da mit! „Silent Rider“

Besser wir arbeiten mit, als das andere über uns hinweg entscheiden!

Der BVDM e.V. hat sich entschieden, an der Kampagne „Silent Rider“ mitzuarbeiten! Dabei ist den Verantwortlichen im Verband wohl bewusst, dass das auch eine Gratwanderung ist. Aber es ist ganz wichtig, dass wir mit im Boot sind und mit den Behörden sprechen, um die Interessen der Motorradfahrer einbringen zu können. Tun wir das nicht, wird ohne uns und wohl kaum in unserem Sinne entschieden.

Wir haben nicht vor alle Forderungen der Kampagne, die erst im Anfangsstadium steht und bundesweit durchgeführt werden soll, zu unterstützen. Jedoch konnten wir schon bei der Auftaktveranstaltung in der Eifel, das Wort Motorrad durch das Wort Fahrzeug/Kfz geändert werden. Denn bei allem Verständnis für belastete Anwohner, gilt es das Thema zu versachlichen und die generelle Diskriminierung von Motorradfahrern zu verhindern.

Wir als Interessenvertreter der Motorradfahrer haben deutlich gemacht, dass regelkonforme Fahrzeuge überall fahren können, Streckensperrungen lehnen wir ab. Ebenso lehnen wir Manipulation an Fahrzeugen ab und fordern, dass die Behörden dagegen und gegen Raser vorgehen.

Der BVDM will bei Anwohnern und Motorradfahrern Verständnis wecken und versucht, akzeptable Lösungen zu finden.

Nach der Auftakt-Veranstaltung in Düren haben uns verschiedene Bürgermeister gesagt, dass es nicht die Absicht ist, alle Motorradfahrer zu verteufeln oder zu vertreiben. Aber die, die sich nicht benehmen können / wollen, wollen sie nicht dulden.

Was ist das denn überhaupt?

Einige Städte und Regionen haben sich zu der Kampagne zusammengeschlossen, um etwas zu bewirken. Im Folgenden Auszüge aus der Vorstellung der Aktion.

„SILENT RIDER. Die Initiative gegen Motorradlärm.“ ist eine umfassende, zielorientierte Informations-, Image-, und Aktionskampagne gegen Motorradlärm, die bundesweit realisiert werden soll.

Ziel der Kampagne ist es, gemeinsam auf die umfassende Problematik des Motorradlärms in vielen Regionen Deutschlands hinzuweisen.

Die Thematik wird in die breite Öffentlichkeit getragen, um dadurch Druck auf die Politik aufzubauen und endlich Veränderungen zu erwirken.

Sehr viele landschaftlich schöne Gegenden in ganz Deutschland leiden von Frühling bis Herbst unter dem unerträglichen Lärm, den frisierte oder zu schnelle Motorräderverursachen.

Bundesweit gab und gibt es viele Aktionen und Aktivitäten von einzelnen Akteuren wie Polizei, Kommunen und Regionen, der Bevölkerung und auch von diversen Motorradvereinigungen, die bisher kaum eine Verbesserung der Situation erreicht haben.

Ein Auszug aus dem Entwurf eines möglichen Forderungskatalogs:

Leisere Motorräder durch Hersteller
Erwirkung eines Lärmschutzgesetzes
Drastischere Strafen für Manipulationen
Neue Verfahren (Messverfahren, Zulassungen)
Geräuschmessungen
Definition von Geräuschgrenzwerten
Frontkennzeichen für Motorräder
Allgemeine Halterhaftung

3 Gedanken zu „Wir machen da mit! „Silent Rider“

  1. Hallo! Grundsätzlich finde ich es gut, dass ihr Euch da einmischt – ohne das Engagement des BVDM würde es endgültig einseitig! Aber fragt doch bitte mal in diesem Kreis, ob die Betrachtungsweise nicht eine einseitige ist! Mich (als Motorrad-/Gespann- und Nichtautofahrer bin da natürlich auch gnadenlos einseitig!) nerven mehr die Autofahrer, die sich mittlerweile einbilden, im Strassenverkehr alles zu dürfen – auch zu LÄRMEN. Zündunterbrechungen beim Schalten, röhrende Auspuffanlagen, PS Protze mit sinnlosen SUVs und fetten meist schwarzen Limousinen etc.. Ihr seht, ich bin nicht vorurteilsfrei. Wozu auch, ich besitze kein Auto, sowas halte ich persönlich neben alledem für sinnlose Ressourcenverschwendung (… mag jeder selber für sich entscheiden, aber merke: die Massen an Auto verstopfen die Strassen, mehr Motorrad- Nutzung wäre eine Lösung!). Bei der ganzen Geschichte darf nicht vergessen werden: Motorräder sind immer noch eine Minderheit in der Auto- Republik Deutschland. Und der Ansatz, dass für die ganze Umweltverlärmung „Die Motorradfahrer“ her halten sollen greift zu kurz! Aber natürlich ist es einfacher, sich an denen auszulassen, die volkswirtschaftlich gesehen weniger wert sind als „Die Autofahrer“ mit ihrer mächtigen Autolobby. Also: Augen auf im Strassenverkehr – und in der Politik: die tut nämlich nix für „uns“, solange sie geschmiert wird von den „anderen“.

    • Hallo Uwe,

      leider muss ich dir in einigen Dingen zustimmen. Wir Zweiradfahren haben nun mal keine Lobby. Und auch hier in Krefeld gibt es mehr als genug aufgemotze PKW die nicht leiser sind als ein manipulierter Auspuff an einem Bike. Ich bin schon lange der Meinung das hier ganz klar die Politik gefordert ist. Es MUSS Grenzwerte geben. Egal ob PKW oder Motorrad. Wer manipuliert muss hart bestraft werden. Denn solange es legal ist ein Fahrzeug neu mit Klappenauspuff ( zB. Audi, BMW, VW oer auch Skoda usw.) zu kaufen wird sich nichts ändern. Leider ist es aber auch so, das unsere Politiker meiner Meinung nach von der Autoindustrie gut bezahlt werden damit sie nicht unternehmen. Wir Biker haben da leider NULL Lobby. Ich bin übrigens PKW und Motorrad Fahrer und habe auch schon einige Berichte zum Thema Lärm, Streckensperrung oder Raser auf meinem Blog veröffentlicht. Aber wenn ich ehrlich bin habe ich kaum Hoffnung das die Menschen mit viel zu Lauten Anlagen das einsehen werden. Es geht nur mit Verbote!

  2. Ich bin Motorradfahrer und wohne auch an einer Ausfahrtstrasse. Mir gehen alle Kfz mit Klappenschaldämper oder anderweiteitigen modifizierten Abgasanlagen auf die Nerven und erst recht, wenn ich wegen so einem Mist von Strecken ausgesperrt werde. Ist das Vergnügen beim Fahren wirklich vom erzeugten Krach abhängig?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.