Demo Beteiligung gering! Woran lag es?

Am Sonntag den 04,Juli 2021 fanden in einigen Städten unseres schönen Landes Demonstrationen gegen die Ungleichbehandlung der Motorradfahrer statt.

In Köln, Stuttgart, Oldenburg, München und Leipzig.

Die Teilnehmerzahlen haben bei allen Demos unter den Zahlen des Jahres 2020 gelegen.

Sind wir einfach nur satt, haben wir resigniert oder was waren die Gründe für das Fernbleiben. An den Organisatoren und beteiligten Personen kann es nicht gelegen haben, von deren Seite wurde ein guter Job gemacht.

In NRW haben an dem Wochenende die Schulferien begonnen! Zudem gab es für den Bereich rund um Köln eine Unwetterwarnung, die sich auch bewahrheitet hat, aber erst nach Ende der Demo.

Oldenburg war ebenfalls schlechtes Wetter, so das dadurch einige abgehalten wurden den Bock zu satteln.

In den anderen Demo Städten war das Wetter besser, und die Teilnehmerzahlen höher, aber dennoch nicht so hoch wie im Vorjahr.

Covid 19 und die Delta Variante werden natürlich auch einige Motorradfahrer davon abgehalten haben, eine solche Großveranstaltung zu besuchen.

Trotzdem frage ich mich, ob viele nicht einfach müde oder gar zu faul sind, solche wichtigen Veranstaltungen zu besuchen. Vielleicht sagt man sich ja auch, dass hilft ja alles nicht, die da oben machen doch sowieso was sie wollen. Oder sie wissen gar nicht welche Arbeit die Verbände gemeinsam bewältigen, um in Gesprächen mit den Verantwortlichen die Gefahr von Fahrverboten und anderen Ungleichbehandlungen zu senken oder zu verhindern.

Dafür sind diese Demos wichtig. Um unsere Arbeit durch das Zeichen des Zusammenstehens zu unterstützen.

Lasst die Aktiven nicht hängen und nehmt an den noch kommenden Demos teil. Durch euer Mitmachen wird unser aller Wort viel gewichtiger.

 

 

Bild von Tobias Hämmer auf Pixabay

 

15 Gedanken zu „Demo Beteiligung gering! Woran lag es?

  1. Ich habe mit einem Bikerkumpel erstmalig am Sonntag, 04.07,21 14:00 an der Motorraddemo gegen einseitige Beschränkungen teilgenommen. Wir waren 5.000-10.000 Biker nach einer Meldung der STUTTGARTER ZEITUNG.
    4-5 Sprecher:innen sind auf die Themen eingegangen. Eine Sternfahrt hat gefehlt, die die nötige Aufmerksamkeit der Bevölkerung gebracht hätte.
    Zudem fehlte eine Verpflegungsmöglichkeit und die beiden Stände mit Wasser konnten kein Kleingeld rausgeben.
    Insgesamt war ich eher enttäuscht.

    Motorraddemo gegen einseitige Beschränkungen in Stuttgart 04.07.21 http://schmidtchensoftware.info/blog/2021/07/05/motorraddemo-gegen-einseitige-beschraenkungen/

    • Wovon warst Du enttäuscht? Weil es keine Frittenbuden und Dönerstände gab?

      Also ich fand die Orga sehr gut, die Abfahrt aus BB erfolgte pünktlich, lediglich am Ziel hätte man vielleicht nach ein bisschen auf das Eintreffen dieser großen Gruppe warten können. Aber eigentlich auch hier: pünktlicher Beginn. Es waren doch vier Startplätze und eine Sternfahrt angesetzt?

      Wenn Du vor einem Jahr z.B. in Karlsruhe dabei gewesen wärst, dann wüßtest Du, was Enttäuschung bedeuten kann. Dort wurde der Großteil der Teilnehmer nach langem Warten einfach nach Hause geschickt. OK, die waren überrascht über die riesige Teilnahme und einen passenden Platz in der Stadt gibt es halt nicht. Redner gab es dort auch keine, ich hab jedenfalls nix mitbekommen.

      Gruß: Spilles

    • Selbstverständlich gab es eine Sternfahrt. Steht so auch in einem Bericht des SWR:
      https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/stuttgart/motorraddemo-in-stuttgart-100.html

      Eine Veranstaltung, die als Demonstration angemeldet ist, ist keine Verkaufsveranstaltung. Mineralwasser gab es gegen eine Spende, dazu einige Fanartikel und Infos. Mehr darfst Du als Veranstalter einer Demonstration nicht machen. Sonst musst Du einen Markt anmelden. Da gelten dann aber völlig andere Regeln.

  2. Ich hatte Köln eigentlich fest eingeplant, aber die Wetterbedingungen mit Blitz, Donner und Starkregen im gesamten Umland waren wirklich nicht geeignet um das Motorrad aus der Garage zu holen.

    • Ging mir genau so – mit 71 muss ich mir sowas nicht antun : es goss ja anschliessend in Strömen und ich hätt 70km noch fahren müssen.

    • Wenn es so weiter geht dann müßen Sie das Motorrad demnächst auch bei Sonnenschein in der Garage stehen lassen.
      LIEBEn Gruß
      rudi rüpel

  3. Die Kommunikation im Vorfeld ist nicht ausreichend. Es wissen schlicht zu wenig davon. Motorradfahrer sind nun mal teils etwas betagter und die jüngere Generation nutzt Facebook und Co. auch nicht zwingend. Es muss aus meiner Sicht mehr „Werbung“ vorher gemacht werden um vor allem die Einzel-Fahrer abzuholen und die nicht-motorradfahrende Bevölkerung aufmerksam zu machen.
    Klar machen alle Organisatoren einen guten Job. Danke auch dafür. Aber es muss noch mehr zusammengearbeitet werden.
    Ich war in Stuttgart. Eine Sternfahrt aus dem südlicheren Schwarzwald gab es leider nicht, obwohl wir hier vermutlich mit am
    stärksten betroffen sind.
    Bleibt die Frage warum gerade aus dieser Gegend die Unterstützung zur Gegenwehr dieser Regierungspläne ausbleibt.
    Stuttgart war meine dritte Demo an der ich teilgenommen habe. Und werde auch wenn es geht bei weiteren teilnehmen!

  4. Hier ein Text, den ich in unserer Elektro-Motorradgruppe nach der Demo schrieb. Ich war mit meiner Zero (70.000 km elektrisch seit 5 Jahren) in Stuttgart, um mal zu schauen, was so abgeht und auch Alternative zu zeigen. Hier der Text: Eine üble Veranstaltung, komplett fixiert darauf, dass Motorradfahren das wichtigste ist und wir sonst keine Probleme haben. Die Reden des Veranstalters waren schon heftig: CDU, SPD und Grüne seien unwählbar, nur die FDP trete für die „Freiheit“ (ein Wort das ständig vorkam) ein. Passend dazu dann auch ein FDP Werbezelt und 2 Rednerinnen von der FDP. Der Verkehrsminister (W. Hermann, denke ich) hätte angeblich nicht mit dem Veranstalter reden wollen. (Da hätte ich gerne mehr Hintergrundinfos gehabt, ob das so stimmt.) Über die Grünen wurde natürlich sowieso ordentlich abgezogen, klar…
    Von Verständnis für die Lärmgeplagte keine Spur, zumindest in den Redebeiträgen. Ich denke, da haben die beiden anderen E-Motorradfahrer mit denen ich da war, bessere Gespräche geführt mit ein paar Teilnehmern.
    Als wir dann gerade zur früheren Abfahrt bereit waren, wie viele andere (um nicht länger in Lärm und Abgasen beim Rausfahren stehen/rollen zu müssen), schoss der Rednder der Veranstalter dann den Vogel ab: „Und hier noch was für die Arschlöcher, die nur spazieren gefahren sind und sich jetzt schon wieder auf den Heimweg machen…“ Ja Danke, da hat’s mir echt gereicht. Davon reden, dass man sich nicht spalten lässt und dann sowas. Genug Spaltung gab es auch vorher in der Rede (die sollen sich halt nicht so anstellen und für andere ist halt Babygeschrei Lärm…) Dialog?!
    Ein paar schöne Maschinen gab’s aber zu sehen (echt jetzt!).

  5. Als Teilnehmer der Kölner Demo ist mir auch die geringe Beteiligung aufgefallen, anders als im vergangenen Jahr in Düsseldorf und Freiburg. Aber im Vergleich zur Gesamtzahl der Motorradfahrer von über 4 Millionen sind auch diese Zahlen imer noch zu gering. Auch die Petition des vergangenen Jahres mit über 200.00 Unterschriften gibt nicht wieder, welche politische Macht die Motorradfahrer haben könnten, wenn sie sich deren mal bewusst würden. Ich denke, die Masse ignoriert die Probleme und hofft, dass schon nichts passiert. Ein weiteres Problem dürfte wie von Katharina geschildert die „mangelhafte“ Werbung sein. Auch wenn man anders als ich Betagter (Danke Kattharina) mehr mit den Medien Whatss App oder Facebokk arbeitet, müsstem man erst mal in den passenden „Kreisen“drin sein. Wenn ich nicht kurz vorher auf der BVDM JHV gewesen wäre, hätte ich nicht zwingend von der Veranstaltung erfahren. Ich habe daraufhin im grösseren Umfeld von Wuppertal Flyer aufgehängt und verteilt bei Läden und Treffprunkten. Nirgendwo hing 1-2 Wochen vorher was aus. Neben der Durchführungsorga sollten sich alle Veranstalter und deren Helfer Gedanken machen, wie und mit welchen Medien und Aktivitäten solche Termine weiter verbreitet werden können. Hier ist sicher auch viel Manpower gefragt und nicht nur soziale Medien. Vielleicht kann man einen Multiplikatorpool schaffen bei all denen, deren dauerhafte Existenz vom Motorrad abhängt, also Läden, Zubehörlieferanten im Internet, Motorradtreffs usw. Hier hat man dann einzelne Adressen, die dann über Aushänge, Flyer oder Infos auf den eigenen Internetseiten den Termin oder andere Nachrichten vervielfältigen können.

  6. Ich bin in Leipzig mitgefahren.
    Ja, es waren weniger, 5.000, sagt der Veranstalter (gegenüber 10-16.000 letztes Jahr). Fand ich aber nicht schlimm! Denn der Korso vom Messe-Parkplatz bis in die Innenstadt (nahe Hauptbahnhof) war beeindruckend – lang!. Sieht man auch in diversen YT-Videos: minutenlang rollten die Maschinen durch’s Bild. An vielen Ecken standen Zuschauer, teils mit extra Sitzgelegenheiten.
    Und auch am Ziel haben wir Eindruck gemacht. Der Augustusplatz (grosser Platz) war eigentlich komplett mit Maschinen ausgefüllt. Dort hat man auch viele Menschen ‚erreicht‘, die von der Demo vorher Nichts wussten, Touristen, oder Leute die vom Hauptbahnhof kamen.
    Und wenn das nun ein paar Tausend mehr gewesen wären, hätte das IMHO keinen grossen Unterschied gemacht (man hätte es nicht gemerkt). Nur weniger hätten es nicht sein dürfen.
    Möglich Gründe: es war echt sehr heiss (30° oder mehr), Angst vor Corona – Δ
    Mal sehen, wie es in Berlin wird.

  7. So, dann zieht mal die noblen Kutten und Kombis aus und die Gummistiefel und Schwimmwesten an: wir treffen uns in der Eifel und an der Ahr. Wer CO-2-Ausstoß als Hobby hat, soll gefälligst auch beim Aufräumen bei Klimawandel-Folgeschäden helfen…

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