TEMPOLIMIT 130 AUF DER AUTOBAHN ?

TEMPOLIMIT 130 AUF AUTOBAHNEN

fordert die SPD in ihrem Wahlprogramm für die Bundestagswahl 2021.

Frage: Was soll das bringen?

DIE FAKTEN: Die Autobahnen sind in Deutschland die sichersten Straßen überhaupt. Nur 6,7% aller Verkehrsunfälle mit Personenschaden passieren auf den Autobahnen. Auf den Autobahnen werden lediglich 4,5% aller CO2-Emissionen erzeugt. ein Tempolimit von 130 km/h reduziert die CO2-Emissionen um 1,9 Millionen Tonnen, sagt Dirk Messner, der Präsident des Umwelt-Bundes-Amtes (UBA). Das bedeutet, ein Tempolimit 130 km/h reduziert 0,22% aller CO2-Emissionen in Deutschland.

Hier sind die Fakten:

Auch in Bezug auf Verkehrstote sind die Autobahnen vermutlich sicherer als alle anderen Straßen in Deutschland. Hier sind die Verkehrstoten erheblich niedriger als auf den Landes-und Bundesstraßen mit dem Tempolimit 100 km/h:

Gelegentlich wird die Forderung nach einem Tempo-Limit begründet mit der Aussage, in allen europäischen Ländern mit Tempolimit auf der Autobahn können man sicherer fahren als in Deutschland. Tatsache ist, dass Deutschland in der Rangreihe aller europäischen Länder mit Tempolimit in Bezug auf Verkehrstote „nur“ im Mittelfeld rangiert. Viele Länder mit einem Tempo-Limit auf der Autobahn weisen  mehr Verkehrstote auf:

 

Also: Viel Lärm um Nichts?

Was denkt Ihr dazu? Sagt Eure Meinung, ich bin neugierig!

57 Gedanken zu „TEMPOLIMIT 130 AUF DER AUTOBAHN ?

  1. „Nur 6,7% aller Verkehrsunfälle mit Personenschaden passieren auf den Autobahnen.“
    Das mag richtig sein, aber in den Städten sind auch mehr Menschen unterwegs. In diesem Verhältnis sind die Prozentzahlen nicht so niedrig, wie es den Anschein hat. Rcihtig?

    „Auf den Autobahnen werden lediglich 4,5% aller CO2… “
    Mit diesem vermeintlichen Argument kriegt man so ziemliche jede Verbesserung der Klimapolitik Zunichte geredet. Weil jede Interessengruppe für sich beansprucht, doch nur diese oder jene Prozentzahl zu verschulden.
    Die Leute müssen endlich mal lernen, dass so ziemlch überall ein Umdenken stattfinden muss.

    Das wichtigste Argument von allen: So lange es kein Tempolimit gibt, wird die Autoindustrie weiter ihre dämlichen und überflüssigen, völlig über-motorisierten SUVs und Sportwagen verkaufen. Diese Industrie wird niemals von alleine lernen und umdenken. Man muss sie also dazu zwingen. Ein Werkzeug, um diese unnötigen und umweltschädlichen Kisten überflüssig zu machen und die Entwicklung in eine andere, nachhaltigere Richtung zu lenken: Tempolimit.
    Gleichzeitig müssen Kfz-Steuern nach Verbrauch/PS/Klimaschädlichkeit bemessen werden.

    Viele Grüße (ein Motorrdadfahrer)

    • Hallo Alex,
      folgende Gedanken zu Ihrer Mail:
      1. Anzahl Menschen auf der Autobahn: Ich denke es ist nicht alleine entscheidend wie viele PKW in den Städten versus Autobahnen unterwegs sind, sondern auch wie viele Kilometer gefahren werden. Mit jedem gefahrenen Kilometer steigt statistisch die Wahrscheinlichkeit, dass ein Unfall passiert. ich vermute, dass auf Autobahnen die weitaus meisten Kilometer zurückgelegt werden.
      2. CO2: Durch die neue CO2-Steuer auf alle fossile Brennstoffe (seit Januar 2021) findet das Umdenken statt. Jeder gefahrene Kilometer wird nun bestraft, genauso wie Erdgas (z.B.: Heizung) usw. Das zentrale Argument meinerseits ist ja, dass Tempo 130 so gut wie nichts zur CO2-Reduktion beiträgt (0,22%). das deutet daraufhin, dass Tempo 130 aus Umweltschutzgründen vermutlich eher „Symbol-Politik“ ist.
      3. SUV und Sportwagen: Zunächst ist festzustellen, dass heute nicht nur der SUV und Sportwagen schnell fahren kann, sondern jeder moderne Golf, jede „Familienkutsche“ (Passat, Opel, Audi A4, etc.) locker Tempo 180 km/h schafft und gelegentlich auch so gefahren wird. Zum zweiten: „Die Industrie“ ist diesmal nicht der „Bösewicht“. Die Industrie bietet nur an, was die Menschen kaufen wollen. Übrigens: Der VW-Bus, das „Lieblingsauto“ der Grünen und der 68iger-Bwegung, verbraucht genauso viel fossilen Treibstoff wie ein BMW X5 mit 3 Liter-Motor (den habe ich selbst in mehreren Modellreihen viele Jahre gefahren). Und jeder alte Golf eines „Studenten“ verbraucht mehr Treibstoff als ein moderner SUV. Ich gebe auch zu bedenken, dass auch Elektro-SUVs erheblich schneller fahren können, als Tempo 130.
      4. In den Ländern mit harten Tempo-Limits werden übrigens keinesfalls weniger stark motorisierte Fahrzeuge gefahren als in Deutschland. Ich bin persönlich oft in den USA, Japan, England und China unterwegs gewesen. Wer dort Geld hat, fährt Autos mit mindestens 200 PS und mehr (Ja, auch und gerade in China!!), genau so wie in Deutschland. Das Tempo -Limit ist offensichtlich nicht geeignet, in dieser Hinsicht ein Umdenken zu erreichen.
      5. „Man muss die Menschen zwingen“: Ich persönlich liebe die Freiheit und lehne einen Staat mit „Zwangs-Allüren“ (siehe DDR) schlicht ab. Ich setze da lieber auf marktwirtschaftliche Steuerungsinstrumente, die bis heute noch bei weitem nicht ausreichend angewendet werden um CO2 zu reduzieren.
      Gruß und allzeit Gute Fahrt, Rainald

      • „Die Industrie“ ist diesmal nicht der „Bösewicht“. Die Industrie bietet nur an, was die Menschen kaufen wollen.“

        Diese Darstellung wäre saukomisch, wenn sie nicht millionenfach gelogen wäre. Von ohnehin jahrelang geschönten Verbrauchszahlen mal ganz zu schweigen: Welcher Kunde wollte denn abgasmanipulierte Fahrzeuge kaufen, die ein Vielfaches der Grenzwerte überschritten?

        Als Ex-Bosch-Manager müsste es Herr Mohr eigentlich besser wissen und schamrot schweigen…

        Die Industrie würde dieser Logik nach auch den Menschen auch Schnellfeuergewehre wie in den USA verkaufen – auch mit dem Hinweis auf ein sehr krudes Freiheitsverständnis

      • Hallo und Danke für Ihre Antwort.
        Zu Punkt 1) Ja, das mag sein. Man findet aber bestimmt auch wieder eine Statistik, die dann sagt, wie hoch der Prozentsatz der Unfälle mit schweren Personenschäden auf den Autobahnen ist und der ist dann auf der Autobahn wahrscheinlich wieder hoch im Vergleich zur Stadt. So eine Statistik kann so ziemlich jeder nutzen wie er will. Die Aussagekraft ist relativ gering.
        Wo ich ihnen recht gebe: Die Landstraßen sind mit Sicherheit gefährlicher. Und eigentlich, wenn es um Verkehstote geht, muss man eigentlich auch an das Tempo auf den Landstraßen ran. Ist meiner Meinung nach aber auch richtig. 100 ist oft viel zu viel für diese engen Straßen.
        2) Selbst wenn es nur 0,22% sind. Gleichzeitig bringt man Menschen bei, dass PS-Geprotze, drängeln, rasen, nötigen einfach nicht mehr zeitgemäß sind (eigentlich es nie hätte sein sollen). Viele dieser Fehlverhalten wäre man los mit einem Tempolimit. Aus meiner Sicht gibt es nur Besserungen mit Tempo 130.
        Wenn die Leute schnell fahren wollen, sollen sie ICE fahren. Kann man 300km/h fahren und dabei sogar noch SMS schreiben.
        3) 4) 5) Nein, das ist nicht ganz richtig. Die Industrie bietet nicht an, was der Kunde will. Die Industrie bietet das an, womit sie am meisten Profit macht. Und in vielen Bereichen sind ein paar Wenige so stark, dass sie mögliche Konkurrenz oder Alternativen ausschalten können. Meine Auswahlmöglichkeit als Kunde sind oft beschränkt. Die Industrie hat immer schon mit hoher krimineller Energie, mit Falschinformationen, die tatsächliche Schäden und Umweltauswirkungen beschönigt haben, und versucht, an den für sie profitablen Konzepten festzuhalten. Egal ob chemische Industrie, Autoindustrie, Lebensmittel. Die Reihe ließe sich endlos forsetzen. Wie man da glauben kann, dass diese Industrien „durch den Markt“ oder Verbraucherverhalten geregelt werden könnten, ist mir schleierhaft. Wenn die Industrie nicht durch Gesetze gezwungen wird, dann würden sie niemals ein für sie sehr rentables Produkt ändern. Menschen- und Umweltschäden hin oder her.
        Nein, dass Tempolimit allleine nicht reicht, bei den Menschen ein Umdenken hin zur Nachhaltigkeit zu entwickeln, ist klar. Aber es kann ein Baustein von vielen sein.

        Die Fraktion derer, die immer nur sagen „Rasenmäher sind doch genauso laut!“, „jetzt will mir linksgrünversifft auch noch das vorschreiben…!“ und sich mit diesem bla bla in ihrer Opferrolle suhlen, weil sie Angst haben, dass sie ihre Identität und ihren Selbstwert verlieren, wenn man ihnen das PS-Spielzeug und den Auspuff wegnimmt, ist viel zu groß. Dieser Fraktion muss man nicht auch noch extra Leckerlis geben, mit solchen Posts, deren Informationsgehalt relativ gering ist. Ich folge ihrem Verband, weil ich ihn sonst relativ vernünftig finde.

        Viele Grüße

    • Kann ich in allen Punkten zustimmen. Wer schon mal in Norwegen gefahren ist, weiß wie entspannt und stau- und stressfrei ‚langsames‘ fahren sein kann.

  2. Hallo Leute,

    erstmal, es heißt AUTObahn. Alles klar? Und ansonsten ich könnte ganz gut mit einem Kompromiss leben,
    180 auf der AUTObahn und im Gegenzug ab sofort auch auf Land und Bundesstrassen 180.
    Warum hat eigentlich noch niemand diese Forderung gestellt?

    LIEBEn Gruß
    rudi rüpel

  3. Ich fände die 130 als Höchtegeschwindigkeit sehr angenehm. Wenn man mal mit der MZ auf der Autobahn ist, tut man sich bei zwei Spuren immer sehr schwer mit dem Überholen. Erkennt man doch im Rückspiegel kaum, ob da von hinten ein Tiefflieger mit 180 oder mehr km/h angerauscht kommt. Mit der Guzzi geht es etwas besser, da man Reserven hat und eine höhere Differenzgeschwindigkeit fahren kann, wodurch der Überholvorgang schneller beendet ist.

    • Hallo,
      MZ? Ist das die gute alte ETS 250? Die, mit dem „Büffeltank“? Ein klasse Motorrad. Erinnert mich an meine Jugend, wollte ich damals auch unbedingt fahren. Wegen ihrem unkomplizierten Aufbau und der guten Ökonomie.
      Gruß, Rainald

      • Nein, eine ETZ 250, also moderner. Bin damit so 2014/15 rum viel Autobahn gefahren, da fühlt man sich teilweise echt unwohl. Aber hinter einem LKW hängen will man dann auch nicht die ganze Zeit.

  4. Auf den kurzen Stücken, wo man heute wirklich noch schneller als 130 km/h fahren kann/darf ist so wenig los, daß das Unfallrisiko ebenso wie der Spritverbrauch/Schadstoffausstoß m.E. minimal sind.
    Wer fährt mit dem Motorrad wirklich lange Strecken schnell auf der Autobahn ? Und wenn, dann ist es eher unkomfortabel, längere Strecken wirklich schnell zu fahren. Ja…. ich weiß, es gibt die Autobahn-Profis, die das machen und können und stolz drauf sind. Denen sei es gegönnt.
    Auf vollen Autobahnen ist man andererseits in der Tat mit 6.Gang/linke Spur und deutlich über 130 km/h am sichersten aufgehoben.
    Wenn ich ausnahmsweise, etwa um Strecke zu machen, und/oder keine geeignete Landstraße zur Verfügung steht, könnte ich auch mit Tempo 130 leben.
    Notwendig und sinnvoll finde ich es aber nicht !

  5. Typische Männerdiskussion hier: ihr glaubt es nur, dass ihr eure „Potenzhilfen“ (egal wie viele Räder) noch bei 180 km/h unter Kontrolle habt. Ihr IRRT euch!!!
    Rechnet euch mal die Reaktionszeit aus, die euch real verbleibt, wenn irgendein Verkehrsteilnehmer wegen Schusseligkeit, fehlender Übersicht, Reifenplatzer, „Gegenständen auf der Fahrbahn“, medizinischen Problemen, einem Wildtier… whatever 50m vor euch die rechte oder mittlere Spur verlässt. Rechnet euch mal die physikalischen Kraftunterschiede aus, die sich zwischen einem schweren SUV und einer „Nuckelpinne“ wie einem Polo, einem Fiesta oder ähnlichem ergeben, wenn einer 180 und einer 120 km/h fährt und es – wie im obigen Beispiel – zum Crash bei 60 km/h Tempounterschied kommt.
    Die Wahrheit ist: ihr hattet bis jetzt alle einfach Glück! Mit Können hat das nix zu tun! Ich bin Notärztin und habe schon so viele grauenhafte Unfälle gesehen, die würden jeden von euch „harten Kerlen“ zum Flennen bringen, das schwöre ich euch!

    • Danke Miriam, Ich bin froh, dass sich solche Stimmen der Vernunft und Rationalität melden. Der Initiator dieses Diskussionsthemas scheint damit nicht gesegnet zu sein…

      • Vorsicht!

        Was hat Vernunft mit Mopped fahren zu tun? Gerade die Unvernunft macht mein Leben lebenswert. Wenn man die Argumente von Frau Miriam zu Ende denkt, dann sind wir schnell beim Mopped Verbot und überhaupt bei einer rigorosen Eingrenzung des Individualverkehrs. Oder?

        LIEBEn Gruß
        rudi rüpel

    • JA (!) Jeder Tote und Schwerverletzte im Straßenverkehr ist einer zu viel. Allerdings bezweifele ich, dass ein Tempo- Limit in der Lage ist die Zahl der Toten und Verletzten signifikant zu reduzieren. Es ist schwer, meine Aussage mit Fakten zu belegen, das weiß ich. Ich greife (weil keine besseren Daten zur Hand) auf eine Statistik zurück, die man hier findet: https://de.statista.com/infografik/16765/todesfaelle-auf-autobahnen-im-europa-vergleich/
      Diese Statistik zeigt sehr gut, dass Deutschland ohne Tempo-Limit in Europa mit den Unfällen auf der Autobahn im Mittelfeld der Rangreihe liegt. Sehr viele Länder mit drastischem Tempo-Limit haben erheblich mehr Unfälle auf der Autobahn (auch wenn behauptet wird, man könne auf diesen Autobahnen im Ausland so angenehm bequem fahren).
      Hinzu kommt noch, dass Deutschland mit seinen Autobahnen ein typisches Transitland ist. Also, wir haben auf den deutschen Autobahnen sogar noch „erschwerte Risiko-Bedingungen“.
      Aber ich verstehe sehr gut Ihre emotionale Reaktion, mir ist klar, dass das Leben als Arzt kein „Zuckerschlecken“ ist. Und ich versteh sehr gut, dass man angesichts von „Not & Elend“ hart und heftig reagiert.
      Gruß,
      Rainald

      • Hallo Herr Mohr,

        die Gewerkschaft der Polizei NRW und die Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland e.V. (https://www.duh.de/tempolimit/) haben da weniger Zweifel als Sie. Können wir uns darauf einigen, dass die sich in der Materie etwas besser auskennen?

        Ich finde es ziemlich chauvinistisch von Ihnen, einer Notärztin eine emotionale Reaktion (wahrscheinlich gemeint als Frau – oder hätten Sie das auch einem Notarzt geantwortet?) zu bescheinigen und keine Silbe auf die berechtigten Argumente von ihr einzugehen. Es ist auch kein „Zuckerschlecken“ für Kinder, Mütter, Senior/innen, dass die Verkehrspolitik in Deutschland vor allem von älteren schweinchenfarbigen Männern gemacht wird, das nur mal so am Rande.

        • Hallo Frau Alisha,

          Frau Miriams Beitrag ist außerordentlich unsachlich, da ist von Potenzhilfen die Rede, da werden Vermutungen geäußert und Männer lächerlich gemacht, so daß dies schon fast an Sexismus grenzt.
          Und Sie haben nix besseres zu tun als dem Herrn Mohr Chauvinismus vorzuwerfen? Und was Sie dann noch so ganz am Rande erwähnen strotzt nur so von Alters Diskriminierung und Rassismus!

          LIEBEn Gruß
          rudi rüpel

          • Hallo Rudi,
            Diskriminierung heißt Benachteiligung. Eine Benachteiligung entsteht nicht allein dadurch, dass man Tatsachen anspricht, die weniger willkommen sind. Auf Wikipedia findet man ein nettes Gruppenbild einer Verkehrsministerkonferenz aus dem Jahr 2011:

            https://de.wikipedia.org/wiki/Verkehrsministerkonferenz#/media/Datei:Verkehrsministerkonferenz_September_2011_K%C3%B6ln_-_Gruppenfoto-3296.jpg

            Sie können ja mal einen Blick darauf werfen und folgende Fragen beantworten:
            Wie viele Männer, wie viele Frauen sehen Sie?
            Was ist das geschätzte Durchschnittsalter?
            Welche Hautfarben sehen Sie (und welche nicht) und ist schweinchenrosa ggf. näher an der Realität als weiß (Schnee ist weiß)?
            Ganz ähnlich dürften Gruppenfotos von den Vorständen der Autokonzerne und der Zulieferer zu analysieren sein.

            Stimmen Sie mir zu, dass tonnenschwere SUV und hochmotorisierte Sportwagen eindeutig mehr sind als reine Fortbewegungsmittel wie ein Polo oder ein Passat? Wenn ja: was ist dieses Mehr? Wir Frauen denken dann oft: wer so was fährt, hat ggf. ein Problem mit seiner Männlichkeit…

        • Liebe Alisha,
          sie haben natürlich recht, es gibt in D (und nicht nur da) jede Menge Probleme mit Frauenrechten, Gleichstellung usw. Diese müssen auch diskutiert und vor allem gelöst werden. Nur, was hat das mit dem Tempolimit auf der Autobahn zu tun? Ich habe das Gefühl, die Diskussion entgleist an dieser Stelle ein wenig. Der Sinn eines übermotorisierten Sportwagens ist der gleiche wie der für ein 200 PS-Motorrad. Beide sind absolut unsinnig aber ebenso faszinierend. Es geht einfach nur um Spaß und hat nichts mit Männlichkeit (es gibt auch Frauen die so etwas fahren) zu tun. der Unterschied von einem „tonnenschweren “ SUV zu einem (ebenso „tonnenschweren“) Passat oder Polo ist für mich ganz einfach. Mit zwei künstlichen Kniegelenken ist ein Passat sehr unbequem und ein Polo völlig indiskutabel. Übrigens mein SUV wiegt etwa soviel wie ein Passat und verbraucht ca. 6,5 bis 7 (mit E10) liter Super auf 100 km. Das macht ein Passat oder auch ein Polo kaum besser. Aber auch das hat nichts mit Tempolimit auf Autobahnen zu tun.

        • Hallo Frau Alisha,

          Sie sind also wir Frauen. Zum Glück nur in Ihrer Einbildung, denn ich kenne Frauen die bei weitem nicht so spießig sind wie Sie, Alisha.
          Wie kommt es eigentlich daß sich der Begriff Muttipanzer für SUV’s durchgestzt hat?

          LIEBEn Gruß
          rudi rüpel

    • Sehr schwache Argumentation… Bisher nur Glück gehabt? Selbst wenn ich auf der linken Spur 130 km/H fahre und jemand schert aus, warum auch immer, kann das tödlich ausgehen. Wenn ich in einen Zug steige, kann der entgleisen. Wenn ich fliege, kann das Flugzeug abstürzen. Ich kann stolpern, auf die die Straße fallen und überfahren werden. Ich kann von der Leiter fallen und mir das Genick brechen. Das kann man unendlich lang fortführen. D.h. in ihren Augen hat jeder Mensch bisher immer und überall Glück gehabt. Und das hat rein garnichts mit Proll-Gehabe zu tun! Die wenigen Ausnahmen wird es immer und überall geben und die wird auch ein Tempolimit nicht abschrecken. Für mich ist das alles nur Schikane und wird zu einem massiven Abbau von Arbeitsplätzen führen.

  6. @ Miriam: danke für diesen ehrlichen beitrag! ich finde auch: die straße ist kein spielplatz. wer schneller als 130 km/h fahren will, soll bitte in den nächsten ICE steigen!

  7. hallo Herr Mohr,

    woher stammt denn Ihre Angabe über die CO2-Einspareffekte eines Tempolimits?

    Die Deutsche Umwelthilfe schreibt – von der Auto-Industrie unwiderlegt:

    „Klimaschutz: Mit einem Tempolimit von 100 km/h tagsüber und 120 km/h nachts auf Autobahnen sowie 80 km/h außerorts können nach Einschätzung der Deutschen Umwelthilfe bis zu 8 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Keine andere Einzelmaßnahme im Verkehrsbereich birgt auch kurzfristig ein so großes und kostengünstiges CO2-Einsparpotential.“
    https://www.duh.de/tempolimit/
    8.000.000 Tonnen – das ist doch mal ne Hausnummer, oder? Noch dazu ohne unzumutbare Einschränkungen…

  8. @ Rainald: schon wieder die alten Zombies aus der Kiste holen und auf die DDR als abschreckendes Beispiel verweisen – Entschuldigung, aber Stuss bleibt Stuss, egal wie oft Sie den absondern. Ich empfehle den Blick über Ihren Unterteller-Rand: Wollen sie im Ernst alle anderen EU-Mitgliedsstaaten als DDR-ähnlich abqualifizieren, nur weil dort Tempolimits schon immer ganz normal sind? Übrigens schätzen die meisten Deutschen das entspannte Fahren in anderen Ländern und auf deren Autobahnen.
    Das gleiche zum Thema CO2-Emissionen: während in fast allen anderen Lebensbereichen bereits gute Fortschritte an Emissions-Verringerungen erzielt wurden, hängt der Straßenverkehr DEUTLICH hinterher. Niemand hat gesagt, dass Tempolimits die einzige Möglichkeit zur Verringerung sind – aber sie sind die am schnellsten und am billigsten umsetzbare Maßnahme für eine relevante Reduktionsmenge.
    Fazit: es gibt nicht nur Dinosaurier-Technik, sondern auch Dinosaurier-Denker. Vielleicht verdient der Marketing-Experte Mohr auch sein Geld zulasten der nachhaltigen Zukunft mit dreckigen, gefährlichen Luxus-Karren?

    • Ein signifikanter CO2-Einspareffekt im Straßenverkehr wird erst dann zustande kommen, wenn alternative Antriebstechniken, bzw. Antriebsformen in PKW, LKW und Motorrad genutzt werden. Es sei denn, man greift zu Zwangsmaßnahmen und Verboten. Natürlich darf man diese politisch fordern. Bin aber mal gespannt ob der Wähler das auch honoriert. Wenn es so ist wie Sie sagen, dass die „meisten Deutschen“ (woher stammen eigentlich diese Zahlen?) gerne auf Autobahnen mit Tempo- Limits fahren, dann wird die Partei (die Parteien ?), die das Tempo-Limit in den Wahlkampf bringt ja eine Erfolgsstory hinlegen. Da bin ich aber wirklich sehr gespannt.
      Gruß,
      Rainald.

      • ein signifikanter CO2-Einspareffekt im Straßenverkehr wird erst dann zustande kommen… wenn insgesamt deutlich weniger gefahren wird, egal mit welchem Antrieb. Ein erster Schritt wäre, auf emissionsfreie oder emissionsarme Hobbies umzusteigen, als aus lauter Langeweile mit Motorrädern oder Autos aus Jux und Dollerei herumzufahren. Damit lässt sich allerdings wenig Geld verdienen und deswegen kommen Marketing-Menschen und andere Diener eines erd-zerstörenden Turbo-(sic!)-Kapitalismus nie auf so eine einfache Lösung…

        • @ gorlmorx: Stimmt. Wenn wir alle nur noch vernünftig sind: 1. Dann machen wir keine Flugreisen mehr: Der Flughafen Frankfurt wird zur Hälfte wieder aufgeforstet. 2. Wir gehen auch nicht mehr in SKI-Gebiet, schon gar nicht in solche mit Kunstschnee. 3. Open-Air-Rock-Festivals saugen so viel Strom, dass sie ein eigenes Kohlekraftwerk benötige: Also nie mehr wieder Woodstock und bitte kein „Wacken Open Air“ in in Wacken, Schleswig-Holstein . 4. Wir kaufen auch im Winter kein Obst und kein Gemüse mehr, dass in energiefressenden Treibhäusern angebaut wird: Import-Stopp für Obst und Gemüse aus Holland im Winter. 5. Fast alle schönen Smart-Phons werden in Asien hergestellt. Der lange Transportweg frisst extrem viel Energie. Wir werden daher auf das nächste neue I-Phone bitte verzichten. 6. Die meisten Bürger nutzen das Internet überwiegend für private Interessen, deshalb ist der „Server-Knotenpunkt“ in Frankfurt a.M. der pure Stromvernichter und der größte Importeur von Kohlestrom und Atom-Strom aus der EU. Deshalb nutzen wir das Internet bitte nur noch beruflich, machen wir jetzt alle bitte unsere Computer aus und beenden auch den Chat hier auf der Plattform. Also weg mit der „Spaß-Gesellschaft“! Tschüß……. ich bin dann schon mal weg.

          • Alles sehr gute Vorschläge, einschließlich dem letzten, Rainald, danke! ich schöpfe wieder Hoffnung!

          • immerhin gibt Rainald Mohr hier zu, dass alles, was er bis zu diesem post so gewollt und gewünscht hat, ziemlich unvernünftig ist…

    • Hallo Kasimir,

      deine Frage am Ende lässt sich schnell beantworten:

      https://www.horizont.net/marketing/nachrichten/-MC-Frankfurt-laedt-zu-Diskussion-ueber-soziale-Verantwortung-und-die-Zahlungsbereitschaft-des-Kunden-75596

      und

      https://www.wiwo.de/unternehmen/auto/interne-dokumente-bosch-offenbar-tief-in-abgasskandal-verstrickt/22977946.html

      Also grundsätzlich denkbar, dass Rainald als Senior Vice President Marketing Communication and Brand Management bei Robert Bosch mittelbar, wenn auch ganz bestimmt unwissend von den profitablen, wenn auch giftigen Geschäften im Abgasbetrugsskandal profitierte…

    • Erstaunlicherweise wurde hier ein mit externen Belegen versehenener Beitrag gelöscht, vermutlich handelt es sich um ein Versehen. Nach Tipp der zensierten Verfasserin an mich komme ich selbst auf die Frage am Ende meines Beitrags zurück. Diese wird zum Anlass genommen, den Hintergrund von Rainald Mohr mit Hilfe einer kurzen Internet-Recherche transparent zu machen:

      a) Herr Mohr hatte eine wichtige Marketingstelle bei der Robert Bosch AG inne: https://www.horizont.net/marketing/nachrichten/-MC-Frankfurt-laedt-zu-Diskussion-ueber-soziale-Verantwortung-und-die-Zahlungsbereitschaft-des-Kunden-75596

      b) Die Robert Bosch AG ist erheblich in die Abgasbetrugs-Skandale verwickelt:
      https://www.wiwo.de/unternehmen/auto/interne-dokumente-bosch-offenbar-tief-in-abgasskandal-verstrickt/22977946.html

      c) Da so gut wie alle verantwortlichen Manager bei den Autoherstellern vollkommen ahnungslos waren, was ihre nachgeordneten Techniker da für ein Schindluder betrieben, wusste sicher auch bei Bosch kein Verantwortungsträger etwas von den giftigen Machenschaften der Untergebenen. Die Unschuldsvermutung gilt natürlich auch für den „Senior Vice President Marketing Communication and Brand Management“ Rainald Mohr.

      d) Warum das dann hier überhaupt Erwähnung findet: Weil Herr Mohr mit selektierten Statistiken Objektivität vorgaukelt und dem einen oder anderen Leser sicher eine Interpretationshilfe seiner Berufsbiografie vielleicht die Einordnung erleichtert. Wer Auto-Lobby-Argumente vorträgt, sollte auch dazu stehen, Autolobbyist geheißen zu werden…

      • @ Kasimir:
        1. Techniker & Abgasskandal: In meiner beruflichen Rolle bei Bosch war ich für die Technik und die Entwicklung nicht zuständig. Zu suggerieren, ich hätte mit dem Abgasskandal etwas zu tun oder ich hätte davon profitiert, grenzt an Unterstellung bzw. übler Nachrede. Ich empfehle Ihnen das nicht zu wiederholen.
        2. Autolobbyist: Ich stehe dazu, dass ich leidenschaftlich gerne Motorrad fahre und auch gerne Auto fahre. Und weil ich mich nicht einfach von diversen Politikern „einlullen“ lasse, beschäftige ich mich halt mit Fakten. Interessanterweise haben Sie bislang in der Diskussion noch keinerlei harten Fakten auf den Tisch gelegt.
        3. Die Statistiken sind nicht „selektiert“ sie beschreiben lediglich die Sachverhalte die ich zitieren und diese sind nun mal unstrittig. Belegen Sie doch das Gegenteil und stellen Sie bitte nicht Behauptungen auf die sachlich falsch sind. Damit stellen Sie sich außerhalb jedes vernünftigen Gespräches.

        • So, aha, jetzt wird gedroht von einem dem sonst schnell Diktatur- und Stasivergleiche aus der Feder tropfen, das ist ja lustig. Da kann ich meiner Meinungsfreiheit nur durch herzhaftes Lachen Ausdruck verleihen.

          Außerdem beschwert sich ein Profi-Suggerierer darüber, dass andere suggerieren – köstlich, very funny! Ich habe doch geschrieben, dass bei VW, Audi, BMW, Mercedes die höchsten Verantwortungsträger anscheinend die höchsten Gehälter für ihre Ahnungslosigkeit erhalten und dass es da doch naheliegend sei, dass dies auch bei den Zulieferern so ist. Was soll ich denn noch alles suggerieren, damit sie nicht beleidigt sind?? Da Sie DDR-Vergleiche so lieben: „Niemand hatte die Absicht, Abgasgrenzwerte systematisch zu manipulieren…“ Waren wahrscheinlich alles Praktikanten, Lehrlinge und Leiharbeiter, gelle? Ach und verdient hat auch keiner daran? Na, ich hoffe mal, das Jobcenter macht keine Zicken beim Aufstockerantrag…

          Und dann werden Fakten eingefordert, die allein in diesem Blog schon mehrfach verlinkt wurden und Hinweise auf physikalische Gesetzmäßigkeiten wie von der Notärztin werden geflissentlich, man könnte auch sagen „professionell“ ignoriert.

          Also alles sehr kurios, wer da beim bvdm alles ein Mandat zur verbandlichen Selbstbeschämung hat.

        • „weil ich mich nicht einfach von diversen Politikern „einlullen“ lasse,“ – noch so ein Statement, das nur so halb aufrichtig ist. Rainald, bist Du nicht Mitglied der FDP und somit selbst Politiker? Sind das nicht die Markt-Schreihälse, die gern Profite privatisieren und Verluste sozialisieren? Die was gegen Planwirtschaft haben, aber sich ihre Aktienportfolios dann ganz undogmatisch vom Steuerzahler retten lassen, wenn der Markt mal wieder schwächelt? Lull-lull-lull-lull…..

    • „Übrigens schätzen die meisten Deutschen das entspannte Fahren in anderen Ländern und auf deren Autobahnen.“
      Nicht ganz! Ich vergesse nie meine erste Autofahrt durch die Schweiz. Autobahn von Basel bis Ciasso. Ich wusste, dass die Schweizer das mit dem Tempolimit sehr eng sehen, daher traute ich mich nicht, meine Augen vom Tacho abzuwenden. Es war sehr Anstrengend und manchmal richtig gefährlich weil ich immer versucht habe den Tempobereich innerhalb 2-3 km/h zu halten und wegen dem Tacho nicht richtig auf die Straße achten konnte. Wenn ich hinter einem Einheimischen her fuhr ging es aber ohne jemanden vor mir, nachts auf der Autobahn.. Furchtbar, nach ca 250 km bin ich in Ciasso schweißgebadet aus dem Auto gestiegen. Das war die stressigste und anstrengendste Autofahrt in meinem Leben. Später in Italien war es nicht ganz so schlimm, weil die Streckenführung und der Verkehr eine Tempoüberschreitung ohnehin kaum zuließ. Auf der Rückfahrt war ich wirklich erleichtert als ich wieder zurück in D war.

      • Oh Manni,

        was für eine Geschichte, ich fasse es nicht. Urlaub fängt bei der Anreise an. Kein Mensch sagt, dass Du genau die Höchstgeschwindigkeit treffen und halten musst. Du kannst einfach ganz entspannt mit Tempo 110 durch die Eidgenossenschaft schnuckern und kommst trotzdem an. Probiers mal aus…

        • Das wäre heute auch einfacher. Mein Auto hat einen „Tempomaten“ und ein richtiges Schaltgetriebe. Nicht wie damals so ein schei….Automatikgetriebe was mir jegliches Gefühl fürs Gaspedal genommen hat.
          Ausserdem war ich wegen der „Horrorgeschichten“ bezüglich des Schweizer Tempolimits (10 km/h zu viel und der Urlaub ist zu ende,….Auto beschlagnahmt.,.. usw.) völlig verängstigt und fuhr entsprechend verkrampft. Heute sehe ich das etwas entspannter, trotzdem verursacht ein Tempolimit welches drastisch sanktioniert wird (wie z. B. in CH) bei mir immer ein flaues Gefühl.

    • no future!

      Herr Kasimir, die Dinosaurier sind ausgestorben. Wenn es hier wirklich darum geht die Welt zu retten, dann sollten wir hoffen daß es die Menschen auch bald erwischt. Ich finde die Idee die Erde retten zu wollen einfach nur Größenwahnsinnig. Die kids denken daß man Freitags was für die Zukunft tun kann, ich schätze nur daß der 40 Jahre alte Slogan no future heute noch gilt. Leute das hier fährt doch so oder so an die Wand, sind wir doch mal ehrlich, aber hier wird sich über ein Tempolimit gestritten und da draußen auf hoher See werden gnadenlos irrsinnige Mengen an Schweröl verfeuert. Das ist doch überhaupt nicht verhältnismäßig.
      Weiß eigentlich inzwischen jemand wohin mit dem Ganzen Atommüll?
      Zukunft? Für wen eigentlich? Die Kinder der Kinder? Liegt da nicht die eigentliche Ursache des Problems? In meinem Leben haben wir uns fast verdoppelt. Und das soll immer so weitergehen? Ballaballa kann ich dazu nur sagen. Und ballaballa, wenn ich sehe was bei uns für ein medizinischer Aufwand betrieben wird, wenn eine Frau ungewollt kinderlos bleibt. Ich weiß das hier geht jetzt ans Eingemachte, aber wenn wir ehrlich diskutieren wollen dann muß man auch mal die unbequemen Wahrheiten aussprechen. Oder?

      LIEBEn Gruß Herr Kasimir
      rudi rüpel

      • Ja Rudi,

        dein Beitrag geht ans Eingemachte, das kann man so sagen. Ich tippe mal, dass Du selbst keine Kinder hast, sonst würdest Du es eventuell anders sehen. Mein Kind ist zwei und wenn ich es abends ins Bett bringe, mache ich mir echte Sorgen, ob es eine Zukunftsperspektive hat. Darüber mag ein Rüpel nur hämisch lachen. Du hast sicher ein paar Jahre Vorsprung vor mir und scheinst über den Dingen zu stehen, ganz abgeklärt und emotionslos – was hält dich denn von deinem eigenem Ballaballa ab? was erwartest Du noch, auf das es sich zu warten lohnt? Und wenn es so etwas gibt – warum ist es dann ballaballa, sich dafür einzusetzen, dass es auch den heutigen Kindern noch ermöglicht werden sollte?

        • Hallo Herr Martin,

          vielen Dank für Ihre Antwort. Nein ich würde es nicht anders sehen. Daß die Überbevölkerung zu einem riesen Problem wird daß kann und konnte jeder sehen und seine Schlüsse daraus ziehen.
          Jeder einzelne von uns kann seinen Beitrag leisten. Ich habe einen sehr hohen persönlichen Preis bezahlt. Ganz bewußt. Außerdem bin ich ein konsequenter Konsumverweigerer seit langer Zeit und somit verbrauche ich sehr wenig Ressourcen und mein Müllberg ist ziemlich klein.
          Also ich sag mal so, wenn ich beim Zertifikatehandel bedacht würde so wäre ich ein „gemachter Mann“. Hahahahahaha!
          Nur wenn die Typen, die meinen mit der Vermehrung muß es immer so weiter gehen, die Typen die denken nur dadurch daß sie kein Fleisch essen und weil sie keinen Weichspüler verwenden, hätten sie einen Anspruch auf das Bundesverdienstkreuz, wenn diese Typen sagen der Herr rüpel der darf nur noch 130 fahren, oder am besten machen wir den Sprit so teuer und verlangen noch irgendeine neue Steuer vom rudi, dann erzürnt mich das schon sehr und da ich kein gefühlloser Holzklotz bin werde ich dann auch mal „emotional“.
          Noch etwas, wenn man über den eigenen Tod lachen kann dann hat das mit Häme nichts zu tun.
          Es ist vielmehr eine Haltung die man dem Leben gegenüber einnimmt.
          Also Herr Martin Sie sehen ich habe genau wie Sie meine Sorgen, allerdings nur was den Menschen und manche Arten anbelangt, nicht um die gute alte Erde, die wird erst mal aufatmen wenn es uns nicht mehr gibt.
          Und zum Schluß noch einen Schenkelklopfer: treffen sich zwei Planeten sagt der eine: oh du siehst aber schlecht aus! Ja ich hab Homo sapiens. Ach ja, kenn ich, hatte ich auch mal, geht wieder weg!
          Hahahahahaha!

          Herr Martin Ihnen und Ihrer Familie alles Gute für die Zukunft
          LIEBEn Gruß
          rudi rüpel

  9. JA (!) Jeder Tote und Schwerverletzte im Straßenverkehr ist einer zu viel. Allerdings bezweifele ich, dass ein Tempo- Limit in der Lage ist die Zahl der Toten und Verletzten signifikant zu reduzieren. Es ist schwer, meine Aussage mit Fakten zu belegen, das weiß ich. Ich greife (weil keine besseren Daten zur Hand) auf eine Statistik zurück, die man hier findet: https://de.statista.com/infografik/16765/todesfaelle-auf-autobahnen-im-europa-vergleich/
    Diese Statistik zeigt sehr gut, dass Deutschland ohne Tempo-Limit in Europa mit den Unfällen auf der Autobahn im Mittelfeld der Rangreihe liegt. Sehr viele Länder mit drastischem Tempo-Limit haben erheblich mehr Unfälle auf der Autobahn (auch wenn behauptet wird, man könne auf diesen Autobahnen im Ausland so angenehm bequem fahren).
    Hinzu kommt noch, dass Deutschland mit seinen Autobahnen ein typisches Transitland ist. Also, wir haben auf den deutschen Autobahnen sogar noch „erschwerte Risiko-Bedingungen“.

  10. Damals in den 80ern wurde das Thema schon heftig diskutiert. Ich war damals noch Student an einer FH. Einer unserer Professoren, der als extremer „Grüner“ bekannt war schlug vor: „…wir klären das wie Ingenieure…“ Wir fingen an zu rechnen. Wie hoch ist der Anteil aller Bundesweit gefahrener Kilometer die schneller als 100 km/h, 130 km/h bzw. 160 km/h gefahren werden? Wie hoch ist der jeweilige anteilige Mehrverbrauch? Waren dabei die Kernfragen. das Ergebnis war, gelinde gesagt, ernüchternd. Schon bei einem angenommenen Tempolimit von 100 km/h war die Ersparnis an Kraftstoff (bezogen auf die Gesamtzahl aller bundesweit gefahrener Kilometer) unter 2 %. Selbst die großzügigsten Berechnungen kamen nicht über knapp 3 % hinaus. Bei Tempolimit 130 bekam man nur mit Mühe 1,5 % zusammen. Das war 1983 aber man kann diese Berechnung ohne weiteres auf 2021 übertragen. Zitat unseres Professors (Maschinenbau) : „…..vergessen sie es, wir befinden uns innerhalb der Messtoleranzen…das bringt also nichts..“ Dabei wäre er der letzte gewesen der sich gegen ein Tempolimit gestellt hätte wenn er nur irgendeinen vernünftigen Vorteil darin gesehen hätte.

  11. Das Problem beim Thema Tempolimit ist damals (in den 80ern) wie heute, dass die Diskussionen so emotionsgeladen geführt werden, dass eine vernünftige Lösung nahezu ausgeschlossen ist.
    Mich wundert allerdings dass unter Motorradfahrern (und ich denke um die geht es hier) die Diskussion so hoch kocht. Mich interessiert das Thema nur als Autofahrer. Als Motorradfahrer ist es mir völlig egal denn da wo ich am liebsten Motorrad fahre spielt ein Tempolimit auf Autobahnen ohnehin kein Rolle.
    Mein Fazit: Tempolimit auf Autobahnen kann man machen, muss man aber nicht. Auf den Klimawandel und die Verkehrssicherheit wird es sich nicht spürbar auswirken und als Motorradfahrer betrifft es mich nicht. Also gönnt den Beführwortern ihr „Räppelken“ (ein Kinderspielzeug) damit sie endlich Ruhe geben und ihre Energie für wirklich wichtige Dinge einsetzen können.

  12. @ Peter: Sehr schlecht recherchiert. Sonst hätten Sie gesehen, dass ich schon seit langem nicht mehr Mitglied der FDP bin. Mein Gott, Können Sie nicht mal ordentlich arbeiten?

  13. Ich bin sehr oft dienstlich in Österreich, Schweiz, Dänemark und Schweden unterwegs….. es macht sich keiner ein Bild, wie nervig und ermüdend das dahinschleichen mit 120 oder 130 sein kann…..ich bin immer heilfroh, wenn ich wieder in Deutschland bin und abends freie Bahn habe…..
    Da sind mir statistische Zahlen gelinde gesagt wumpe….wer nicht vernünftig Auto fahren kann, sollte sowieso Autobahnen meiden und erstmal üben…..Denn mit dem Auto fahren ist es wie mit allem, nur Übung macht den Meister…..

  14. Hallo Jens,

    die vorderen Einträge in diesem Blog-Thema enthalten ausreichend naturgesetzliche Hinweise, die für ein tempolimit sprechen – weil es eben keine Übungssache ist. Reaktionszeit ist Reaktionszeit, Bremsweg ist Bremsweg, Dusseligkeit von anderen bleibt dusselig – egal wie viel jemand übt. Es sitzen schon eine Menge geübte Schnellfahrer oben auf ihrer Wolke und im Rollstuhl, weil Übung eben nicht reicht. Es ist doch eine ganz schön eigenartige und unreflektierte Haltung zu sagen: die Verkehrsregeln nahezu aller anderen Länder dieser Erde sind in puncto Tempolimits unnötig, unsinnig und waren schon ideolgisch, als es noch gar keine Ökoparteien gab – nur wir in Deutschland können und wissen es besser. Ganz im Ernst – das glaubst Du?

    • @ „Miriam“: Ihre Argumentation hält den Fakten nicht stand: Der europäische Vergleich von Todesfällen auf Autobahnen zeigt, dass es 9 Länder mit strengen Tempolimits gibt, die mehr Todesfälle auf ihren Autobahnen haben als Deutschland. Selbst Norwegen, die nur Tempo 90 auf der Autobahn erlauben, haben noch die gleichen Todeszahlen auf der Autobahn, wie Deutschland. Und das obwohl die Verkehrsdichte auf den Autobahnen in Norwegen nicht annähernd so hoch ist wie in Deutschland. Na gut, ich gebe zu: Wir haben keine “Elche“ auf der Autobahn. Daran wird es wohl liegen………

  15. @ Rainald: Wer andere Forumsteilnehmer/innen missverstehen will, kann sich von Ihnen echt noch was abgucken! Natürlich habe ich nie behauptet, dass Tempolimits das einzige Instrument sind, um Verkehrsopferzahlen zu reduzieren. Es ist aber ein plausibler und leicht umsetzbarer Schritt, der wenig Geld kostet und obendrein ressourcenschonend… ich wiederhole andere und mich. Das Problem wird sein, dass in Norwegen die Elche die Straße queren, während in Deutschland jeder Elch einen Führerschein hat und am besten eine hochmotorisierte Kiste bewegen darf 🙂 In Norwegen ist zB die Bevölkerungsdichte viel geringer, was längere Rettungszeiten nach sich zieht und daher Menschen nach Unfällen oft erst zu spät von Ärzt/innen erreicht werden. Kann man sich eigentlich denken, muss man aber nicht…

    Zu den eigentlichen Argumenten (Reaktionszeit ist Reaktionszeit, Bremsweg ist Bremsweg, Dusseligkeit von anderen bleibt dusselig) nehmen Sie wie gewohnt keine Stellung, also darf man wohl als Zwischenfazit ziehen, dass es keine Argumente dagegen gibt.

    • @Miriam: Völlig falsch Miriam, nicht die Bevölkerungsdichte ist verantwortlich für die Schnelligkeit der Rettung, sondern die eingesetzte Technik für die Schnelligkeit der Rettung. Die Ausstattung in Norwegen mit Helikoptern für die Rettung ist vorbildlich. Und, ganz wichtig: Unfälle die nicht stattfinden, muss man auch nicht retten. Bedeutet: Hohe Todesfälle bedeuten auch immer hohe Unfallzahlen, folglich auch in Norwegen, wo eben nur Tempo 90 km/h gilt. Und noch wichtiger: Eine hohe Bevölkerungsdichte bedeutet eben auch eine hohe Verkehrsdichte, auch auf Autobahnen. Das heißt, in Deutschland mit sehr hoher Verkehrsdichte (höher als in Norwegen) ist die Wahrscheinlichkeit von Unfällen mit Todesfolge sehr viel höher. Das lässt die Unfallzahlen bei Tempo-Limit 90 km/h (Norwegen) nochmals schlechter aussehen.

      • @ Rainald: Wer andere Forumsteilnehmer/innen missverstehen will, kann sich von Ihnen echt noch was abgucken! Das „z.B.“ wurde geflissentlich übersehen – außerdem startet der rettungshubschrauber erst, wenn er alarmiert wurde und wenn es zB(!) einen Wildunfall mit einem Elch gab, an dem ein einzelner Autofahrer beteiligt war, wer ruft dann den Hubschrauber, hmmm?

        Aber kommen wir zum eigentlichen Kern Ihrer Aussage: Kein anderes Volk auf Erden kann so toll und sicher Autofahren wie das der Deutschen. Alle anderen sind aus diversen Gründen einfach zu blöd dazu und fahren sich aus lauter Dummheit den Kopf ab, egal bei welchem Tempo. Die würden auch bei Tempolimit 60 auf den Autobahnen noch einen Vorwand finden, um aus dem Leben zu scheiden. Stimmen Sie zu? Dann erlaube ich mir auf das (möglicherweise unbewusst, aber von Außenstehenen deutlich wahrnehmbar) rassistische Moment in Ihrer Weltsicht hinzuweisen.

        • @Miriam: Ich habe Sie nicht missverstanden. Sie haben behauptet, die hohe Unfallszahl auf den Autobahnen Norwegens korreliert mit der niedrigen Bevölkerungsdichte. Darauf habe ich geantwortet und gezeigt, dass eine solche Aussage – wie Sie sie darstellen – nicht haltbar ist. Ich möchte mich noch deutlicher ausdrücken, diese ist schlicht Unfug. Im Weiteren: Ich habe nie behauptet, dass die deutschen Autofahrer besser sind als die Autofahrer in anderen Ländern. Das versuchen Sie mir zu unterstellen und unterstellen mir auch Rassismus (bewusst oder unbewusst). Ich vermute Ihnen ist selbst klar was für einen Unfug Sie da behaupten. Ich denke Ihre Aussage zeigt den Versuch fehlende Argumente durch billige populistische Aussagen zu ersetzen, leider sind Sie da auf einem Niveau mit Extremisten von Rechts oder Links. Übrigens, sollten Sie den Rassismus-Vorwurf nochmals wiederholen, dürfen Sie mit einer Strafanzeige wegen „üble Nachrede nach § 186 Strafgesetzbuch (StGB)“ rechnen.

        • Hei Frau Miriam,
          Ihre Aussage ist außerordentlich unseriös. Und wo hat Herr Mohr sich rassistisch geäußert?

          LIEBEn Gruß
          rudi rüpel

          • Hallo Rudi,

            ich habe beschlossen, auf die Rumpelstilzchen-Beiträge des Herrn M. nicht mehr zu reagieren. Er versteht nix oder will nix verstehen – das ist vertane Zeit. Obendrein fällt er in seinen Forenbeiträgen gern mit wüsten Drohungen gegen Andersdenkende auf und warnt zugleich vor diktatorischen Systemen. Als Ärztin scheint mir, dass der gute Mann Hilfe und Nachsicht braucht und vielleicht ein paar Freunde, die ihm helfen, den Geifer vom Mund zu wischen. Nicht mal Humor hat er – bemitleidenswert…

  16. Von mir aus kann man die AB-Richtgeschwindigkeit als Limit einführen. Nur, ich befürchte das die Befürworter des Limits auf Autobahnen, enttäuscht sein werden, wenn man bisher von mehr als 130/120km/h ausgegangen ist. Bereits heute ist der Großteil der PKW eher bei Richtgeschwindigkeit unterwegs. Die erhoffte CO2 Einsparung wird so nicht erreicht.
    In der Stadt wird bei generell 30km/h zumindest der Lärmpegel steigen und dann haben wir das nächste Problem.

    Aber mit dem alle 15Jahre erneuerbaren Führerschein, hat man ja noch einen Pfeil im Köcher. . .

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