JA, ES IST HART! JA, ES IST TRAURIG!

Ja, es ist hart, ja, es ist traurig! Ja, aber leider bleibt keine andere Wahl! Bei uns im Taunus, speziell in der „Feldberg-Region“ drohten Streckensperrungen. Extreme Raserei (unsere Strecke ist so schön wie der Nürburgring, aber eben keine Rennstrecke) und leider völlig unnötige Lärmemissionen. Ortsansässige Motorradfahrer und auch der BVDM e.V. haben sich dagegen gewehrt. Mit dem berechtigten Hinweis, warum sollen Biker, die sich regelkonform verhalten, bestraften werden für die Wenigen, die sich nicht an die Spielregeln halten wollen. Ja, wir haben gesagt, „trennt die Spreu vom Weizen“. Das geschieht jetzt wohl. Persönlich habe ich Verständnis, für Alle die mal richtig schnell unterwegs sein wollen, auch mit extremer Drehzahl und „brüllendem Motor“ aus der Kurve heraus beschleunigen.  Aber bitte auf dem Nürburgring (oder anderen zugänglichen Rennstrecken). Bitte nicht im Taunus, nicht auf öffentlichen Straßen und vor allem nicht in dichtbesiedelten Regionen unnötig Lärm machen! In diesem Sinne, allzeit gute Fahrt! https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/motorrad-kontrollen-in-hessen-viele-verstoesse-im-taunus-17356495.html

11 Gedanken zu „JA, ES IST HART! JA, ES IST TRAURIG!

  1. Der überwiegende Teil der Motorradfahrer, der sich an die Regeln hält, muss jetzt das Behördenversagen ausbaden !!
    Politik und Verwaltung machen es sich mal wieder einfach !!

    • Das kann ich nicht ändern, dass der Artikel Geld kostet. Aber die Nachricht selbst war mir so wichtig, dass ich darauf aufmerksam machen wollte. wenn Sie den Artikel wollen, dann senden Sie mir Ihre Mail -Adresse. Ich sende Ihnen dann eine PDF. Meine Mail-Adresse: Rainald.Mohr@bvdm.de

  2. Es kann und darf keine Pauschalverurteilung aller Motorradfahrer beim Thema Rasen und Lärmemissionen geben. Es müssen mehr Kontrollen her – die Unbelehrbaren müssen herausgesiebt werden!

    Wer rast und lärmt braucht keine Geldstrafen sondern Entzug des Führerscheins und des Kennzeichens.

    Die Polizei ist hier viel zu tolerant!

    UND: DAS GLEICHE HAT FÜR PKWs zu gelten!!!
    Warum dürfen neue leistungsstarke Sportwagen und auf SPORT getrimmte PKWSs legal mit extralauten Klappenauspuffanlagen versehen werden? Wer hat denn beim KBA und dem Verkehrsministerium sein Gehirn abgeschaltet und so einen Scheiß genehmigt?

    Alle normalen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren werden seit Jahren immer leiser (von den E-Fahrzeugen noch gar nicht zu sprechen) und leistungsstarke Fahrzeuge, die bei normalen regelkonformen Fahren auf öffentlichen Straßen NIE in Lastzustände kommen, dass sie laut werden müssen, dürfen per se besonders laut und darüber hinaus auch noch klappengetuned extralaut sein. Das ist total bescheuert.

    FAZIT: Wer nur über Erzeugung von Motorenlärm und Unfallrisiko durch Rasen zu seinem Spass an motorisierter Fortbewegung kommt sollte Hobbyrennfahrer werden und seinen Führerschein abgeben!

    • Danke Alfred für deine Gedanken – seh ich ganz genauso, Wer Lärm geil findet, soll sich Kopfhörer aufsetzen, es sich daheim im Sessel gemütlich machen und dann ganz laut aufdrehen – von mir aus bis zum Hörverlust. Aber er (es sind wohl weit überwiegend „imponierende“ Männchen) soll endlich aufhören, allen anderen auf die Nerven zu gehen!

      Und wer rasen will, soll das auf Rennstrecken meinetwegen tun – aber nicht im öffentlichen Straßenraum.

      Egal, welches Fahrzeug!

    • Hallo Alfred,
      ich gebe dir absolut recht, das Thema Lärm muss für alle Verkehrsteilnehmer gelten, nicht nur für Motorradfahrer.
      Die Polizei ist auch keineswegs zu tolerant, sie ist schlichtweg machtlos!
      Wenn die Polizei bei uns anfängt eine Kontrolle aufzubauen, dann fährt der erste Motorradfahrer, der dort vorbei kommt, rechts ran sobald er ausser Sichtweite ist und warnt über WhatsApp, geschlossene Instagramgruppe, Facebook, diverse Foren etc. andere Biker bevor er weiterfährt. Aus diesen Gruppen heraus und durch noch einige Fahrer die danach an dieser Stelle vorbei fahren wird weiter gewarnt. Bis die Polizei endlich fertig ist mit dem Aufbau, sind die meisten, die geplant hatten diese Strecke zu fahren, bereits gewarnt. Motorradfahrer sind perfekt vernetzt! Die, die trotzdem die Strecke fahren, tun das wie die braven Lämmchen: leise, rücksichtsvoll und langsam. Die, die wissen, dass sie mit ihren Maschinen garantiert ärgern bekommen werden, drehen um und fahren in die andere Richtung zurück. Darüber, dass die Kontrolle abgebaut wurde, wird natürlich auch wieder informiert und danach wird wieder gefahren wie immer: laut, rücksichtslos und schnell! Die Ausbeute der Polizei ist, wie immer, lächerlich. Ich weiß das, weil ich das von meinem Haus aus beobachten kann und weil wir in ständigem Kontakt mit der Polizei sind. Die Polizisten haben uns in vielen Gesprächen erklärt, dass sie das was wir uns hier bieten lassen müssen absolut unterirdisch und unzumutbar finden, aber ihre Kontrollmöglichkeiten nicht annähernd ausreichen, um das Problem auch nur ansatzweise in den Griff zu bekommen. Ich kann nur für meine Situation und unsere Region sprechen, in anderen Regionen/Orten ist es vielleicht anders, aber bei uns fahren so unfassbar viele Motorräder vorbei, das muss man erlebt haben um es zu verstehen. Und bei uns ist es leider so, das dreiviertel der Biker rücksichtslose und hirnlose Turboegoisten sind. Homeoffice bei geöffnetem Fenster ist undenkbar! Gemütlich mit der Familie im Garten oder auf dem Balkon ist nicht machbar, es sei denn, man trägt Gehörschutz. Der BVDM spricht immer von vernüftigen Motorradfahrern und das es nur einige wenige sind, die negativ herausstechen. Ja ich frage mich, wo fahren sie, die netten und rücksichtvollen?? Bei uns definitiv nicht! An unserem Haus sind seit jeher viel Motorräder vorbei gefahen, aber das war immer ein respektvolles Miteinander, Lärm war nie wirklich ein Problem bzw. nur ganz selten. Aber seit ca. 6 bis 8 Jahren wird es von Jahr zu Jahr immer schlimmer und unzumutbarer! Der Lärm, der übrigens von Ende Februar bis Anfang November und von Montag bis Sonntag stattfindet, macht mürbe und man merkt, wie bei runden Tischen aus verschiedenen Ortschaften zum Thema M-Lärm das genervt sein vom Motorradlärm so langsam in blanken Hass auf die Zweiradfahrer umschlägt. Ich finde, wenn jemand Spaß daran hat, jeden Sommer mit dem Motorrad viele Tausend Kilometer durch die Gegend zu fahren, dann soll er das machen. Sein/ihr gutes Recht! Aber wieso glauben immer mehr Zweiradfahrer, sie hätten das Recht, ihr Hobby in einer Lautstärke auszuüben, die so vielen anderen Menschen volle 8 Monate des Jahres komplett versaut? Und nein, es ist nicht das Lärmempfinden der Anwohner, das sich verändert hat. Es werden jedes Jahr wesentlich mehr Biker die noch dazu immer lauter werden. Ich bin jetzt 50, wohne seit meiner Geburt an diesem Ort und ich bin auch nicht die Einzige, die den Lärm inzwischen unerträglich findet. Da sind noch alle anderen aus meinem Ort und aus den Nachbargemeinden und Orten. Ich liebe auch so Kommentare wie: „Ja wenn es den Anwohnern zu laut wird, dann müssen sie halt weg ziehen!“. Seit Jahren bitten bzw. inwischen betteln wir Anwohner nur um eines: bitte fahrt leise! Und trotzdem wird es von Jahr zu Jahr schlimmer! Ich versteh’s nicht!

  3. OK, ich teile ja die Aussagen, …..wer rasen will, soll auf die Rennstrecke.
    Nur, machen wir uns nix vor, aktuell beschwert man sich über die zu lauten und rasenden. Wenn diese Minderheit dann aber von den öffentlichen Straßen weg sind, wird sich der ruhegestörte Bürger über zu viele Motorradfahrende vor seiner Haustüre/ auf stark befahrenen, bei Motorradfahrenden beliebten Strecken beschweren.
    Erst wenn wir nur noch auf der Autobahn fahren, sind die „Gegener“ zufrieden, keine schönen Aussichten 🙁

    • @ Klaus (10. Juli 2021 um 1:06): Hallo Klaus, es könnte so sein, wie Du sagst. Muss aber nicht so kommen, und ich persönlich sehe dass nicht so pessimistisch. Aus sehr vielen Reaktionen von Bürgern/ Anwohneren/ Touristen höre ich: Wir haben nichts gegen Motorräder, aber bitte nicht so extrem laut. Ich persönlich habe im Moment die Wahrnehmung, es ist vor allem die Lautstärke einiger weniger Rücksichtsloser. Und das muß nicht sein. Hier müssen wir ansetzen. Wir müssen auf die „Kollegen“ einwirken rücksichtsvoller zu fahren. Ich habe nichts dagegen, wenn jemand in „freier Wildnis“ „aufdreht“. Aber nicht im Umkreis von 800 Meter um Ortscshaften oder Liegenschaften. Lass uns daran arbeiten.

  4. Leider ist es so, daß viele Verkehrsteilnehmer Probleme haben sich an die geltenden Regeln zu halten. Ja, darunter sind vielleicht überproportional viele Motorradfahrer die hier unangenehm auffallen. Aber es betrifft alle Verkehrsteilnehmer, Motorräder ebenso wie Autos und sogar Fahrräder und Fußgänger. Komisch ist nur, daß immer nur von Motorradlärm geschrieben wird. Motorenlärm oder ganz allgemein Verkehrslärm scheint es da überhaupt nicht zu geben. Wenn sich da ALLE vernünftig benehmen und gemäß §1 der STVO sich der gegenseitigen Rücksichtnahme befleißigen würden, wäre das Problem wahrscheinlich nicht so groß. Ich habe neulich, nach langer Zeit mal wieder abends im Aussenbereich eines Lokales gesessen und die Aussicht auf den Möhnesee genossen. Es waren an dem Abend viele Motorräder unterwegs, die meisten „friedlich“ und unauffällig. aber einige wenige veranstalteten ein solches Spektakel, das ich mich für diese Idioten als Motorradfahrer geschämt habe. Selbst abends nach 22:00 Uhr musste für den Heimweg nochmal der Drehzahlbegrenzer aktiviert werden. Das geht den Anwohnern (man hörte es noch in 15 km Entfernung) natürlich heftig auf die Nerven und ist absolut unnötig.
    Wohlgemerkt, von den mehreren Hundert Motorrädern (und einigen Dutzend Autos) die während der etwa 3 Stunden an dem Lokal vorbei fuhren waren etwa ein Dutzend die sich nicht benehmen konnten. Diese machten aber einen solchen Krach, das man den Eindruck gewinnen konnte alle Motorräder würden diesen Krach verursachen. Denn egal wo die Krachmacher fuhren, man konnte sie über den ganzen Möhnesee hören.
    Bei den Autos waren auch einige Oldtimer dabei, die auch nicht gerade leise waren (u. A. eine Sting-Ray- Corvette) aber die gingen in dem „Motorradlärm“ völlig unter. Hätte die Polizei dort kontrolliert und sich der Krachmacher gebührend angenommen wäre der Abend ruhiger verlaufen und der Zorn auf DIE Motorradfahrer wahrscheinlich ein wenig abgekühlt.

  5. Möglicherweise ist aber auch das „Lärmempfinden“ der Anwohner in den beliebten Motorradregionen ein Teil des Problems.
    Vor etwa 15 Jahren war ich Eigentümervertreter einer Liegenschaft im Sauerland. Dies diente der Ausbildung von Arbeiten im Forstbereich und befand sich am Ortsrand einer kleinen Gemeinde direkt am Rande eines Waldgebietes. Da erhielt ich einen Anruf von einem der angrenzenden Nachbarn. Er beschwerte sich über eine, so wie er meinte, furchtbare und unerträgliche Lärmbelästigung. Ich fuhr also dorthin um mich der Sache anzunehmen. Während der äußerst intensiven und emotionsgeladenen Diskussion stellte sich auch die Ursache des „Lärms“ heraus. Jeden Abend, (nicht am WE) gegen 18:00 Uhr verließ ein Teil der Lehrgangsteilnehmer (etwa 10-15 Autos) das Grundstück. Beim Verlassen und auch später bei der Rückkehr (vor 22:00Uhr) verursachten die Reifen der PKW auf dem Schotter des Parkplatzes einen solchen Lärm, das es kaum zu ertragen sei. Zudem schienen die Scheinwerfer der Autos manchmal durch die Fenster in die Zimmer der Häuser, was als weitere Belästigung empfunden wurde. Die Anlieger waren also so verwöhnt in Sachen Ruhe, daß sogar das Knirschen der Autoreifen beim Parken als Lärm empfunden wurde. Was hätten sie erst gesagt wenn dort regelmäßig Motorräder vorbei gefahren wären?

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