FELDBERG IM TAUNUS – ERNEUTE DEMONSTRATION EMPÖRTER MOTORRADFAHRER UND -FAHRERINNEN

Am Sonntag den 10.07.2022 war es mal wieder so weit: Beliebte Straßen rund um den Feldberg im Taunus waren für Motorräder gesperrt.

Doch der Landrat Ulrich Krebs (CDU) und sein Verkehrsdezernent Thorsten Schorr (CDU) haben nicht mit den BIKER FOR FREEDOM gerechnet.

Die beiden „Powerfrauen“ aus dem Vorstand dieser Motorrad-Organisation, Silke Greuling und Bärbel Besier, haben eine groß und mächtige Demonstration gegen die Streckensperrungen organisiert. Die Demonstration der Motorräder fuhr auf der gesperrten (!) Strecke, hoch auf das Feldbergplateau.

Das Plateau war „randvoll“ gefüllt mit Motorrädern und deren empörten Fahrerinnen und Fahrern. Eine kraftvolle und eindrucksvolle Demonstration des Unmutes über die Tatsache, dass gesetzeskonforme Motorradfahrerinnen/ – Fahrer in „Sippenhaft“ genommen werden, weil einige wenige Biker sich nicht an die „Spielregeln“ halten und sich im Fahrstil rücksichtslos benehmen.

Dabei wäre es Aufgabe der Ordnungsbehörde, diejenigen zu sanktionieren, die ein vernünftiges soziales Verhalten missachten. Völlig inakzeptabel ist es, dass die Behörden es sich allzu einfach machen und beliebte Straßen für alle Motorradfahrer sperren.

Es war eine erfolgreiche, friedliche und gute Motorrad-Demonstration. Wir Biker müssen uns bedanken, dass Silke und Bärbel von BIKER FOR FREEDOM (BiF) die notwendige Arbeit geleistet haben, unsere Interessen zu vertreten.

71 Gedanken zu „FELDBERG IM TAUNUS – ERNEUTE DEMONSTRATION EMPÖRTER MOTORRADFAHRER UND -FAHRERINNEN

  1. Vielen Dank an die beiden Powerfrauen und das gesamte Organisationsteam. Vielen Dank an alle Motorradfahrer , die sich rücksichtsvoll und verantwortungsvoll verhalten. Die Wortwahl „Sippenhaft“ trifft es sehr genau. Es ist auch ein Generalversagen der Politik und der staatlichen Ordnugskräfte, dass zu solchen drastischen Massnahmen gegriffen wird . Es ist eben viel einfacher, erstmal Allen Alles zu verbieten, statt geeignete Mittel gegen weinige schwarze Schafe zu praktizieren.
    MfG, ein Biker mit ca. 200.000 km auf dem Tacho und Null Punkten in Flensburg.

  2. Toll war auch die Solidarität der Anwohner, die winkend, mit Daumen hoch und sogar mit großen Schildern mit Aufschrift „Gegen Sperrungen“ an der Strecke standen.

  3. Selbstgerechte Selbstjustiz, wiederholter Vorwurf von Nazi-Methoden gegenüber Verwaltung und Politik in einem Atemzug mit dem Verweis auf „gesetzeskonforme Motorradfahrer/innen“ – und die steile These, dass die Anwohner dankbar sind für die unrechtmäßige Lärm- und Emissions-Belästigung. Ich sehe das mit Grausen und Ekel!
    Der Versuch eines vernünftigen und fairen Interessenausgleichs zwischen Anwohnern und Freizeit-Bikern wird von diesen arrogant ad absurdum geführt.
    Da kann man den Landrat und seinen Verkehrsdezernenten nur auffordern, eine vollständige, durchgehende Wochenend-Sperrung des Taunus zu installieren und deren Einhaltung mit allen Mitteln des Rechtsstaats durchzusetzen! Herr Krebs, Herr Schorr: Courage!! Wehret den Anfängen!

    • Und was hat das jetzt mit Streckensperrungen für Motorräder zu tun? Autos brauchen viel mehr Sprit und emittieren deutlich mehr CO². Also warum nicht die Straßen NUR für Autos sperren? Die CO²-Ersparnis und der Nutzen für die Umwelt wäre erheblich größer….allerdings auch der Protest aus der Bevölkerung. Streckensperrungen nur für Motorräder sind und bleiben Schwachsinn, da beißt die Maus keinen Faden ab. Oder will mir irgendwer erzählen, dass wenn ich statt mit dem Motorrad mit dem Auto zur Arbeit fahre ich unserer Umwelt oder dem Klima damit etwas gutes tue.

  4. Hallo Manni, wie viele hundert Arbeitsplätze gibt es denn oben auf dem Feldberg? Da Du dich wiederholst, tun wir es auch: es geht hier nicht um die Alltagsbiker und Berufspendler, sondern um den (unnötigen, klimaschädlichen, Anwohner-belästigenden) FREIZEIT-Biker. Das kann man schon daran sehen, dass das Taunusgebiet an einzelnen Wochenenden und nicht an einzelnen Wochentagen für Freizeitbiker gesperrt ist. Außerdem: das beste und für wirklich viele Menschen leistbare und gesündere wäre, weder mit dem Auto noch mit dem Motorrad zur Arbeit zu fahren, sondern zB mit dem Rad. 70% des deutschen Autoverkehrs fällt für Strecken an, die kürzer als 10 km sind – das dürfte bei Motorradpendlern nicht ganz anders sein (Ausnahmen bestätigen die Regel).

    • Es geht darum, dass NUR für (Freizeit-) Motorradfahrer (die anderen werden gleich mitgenommen) gesperrt wird. Was ist mit den Freizeit-Autofahrern, Wohnmobilisten und anderen Freizeit-Mobilen? Betrifft die das nicht? Emittieren diese kein CO² und machen keinen Krach? Sollen die alle nur noch mit dem Fahrrad (e-Bike) dort hin gelangen? Und wieso gilt das auch für Elektro-Motorräder? Das ganze hat schon fast etwas populistisches
      Nicht falsch verstehen, ich verstehe die Probleme der Anwohner und teile auch die Sorgen um die Zukunft unserer Kinder aber ich akzeptiere nicht, dass es immer wir Motorradfahrer sind die als Sündenböcke herhalten müssen. Wenn man schon umweltschädliche Freizeitaktivitäten sanktionieren will dann bitte für alle.

    • @Peter& Yan: Es geht bei der Streckensperrung keineswegs nur um die Freizeit- und Erholungs-Pendler. Es geht auch nicht um die Arbeitsplätze auf dem Feldberg! Es geht darum, dass unmittelbar am Feldberg der Ort Schmitten liegt. Bürger aus Schmitten pendeln zur Arbeit, zum Einkaufen, zu Kulturveranstaltungen nach Bad Homburg (Kreisstadt) und nach Frankfurt (über Bad Homburg).
      Am Wochenende müssen sie letztlich nach Bad Homburg, wenn sie „vernünftig“ Gebrauchsgüter kaufen wollen, weil das Angebot in Schmitten spärlich ist. Gleiches gilt für das kulturelle Angebot. Wenn der motorisierte Zweiradfahrer am Samstag der Streckensperrung ausweichen muss, dann wir er gezwungen einen Umweg über Königstein zu fahren, der 33% länger ist. Bedeutet er hat einen 33% höheren CO2 Ausstoß als wenn er direkt fahren dürfte. Hinzu kommt, er muß zwangsweise mitten durch den Ort Königstein fahren und belastet die dortigen Anwohner. Dürfte er die gesperrte Strecke fahren, gibt es keine Ortsdurchfahrt, sondern nur den Wald. Fährt der Zweiradfahrer mit dem Motorrad benötigt er 21 Minuten nach Bad Homburg, fährt er mit dem Bus -der nur selten (!) fährt – benötigt er 59 Minuten. Nimmt er das Fahrrad, benötigt er 1 Stunde und 25 Minuten. dabei muss er mit dem Fahrrad 474 Höhenmeter Diferenz bewältigen, das heißt er sollte Hochleistungssportler sein. Wir sehen mal wieder: Peter & Yan haben von der Realität einfach keine Ahnung. Sie sind schlicht und ergreifend einfach nur Theoretiker und populistische Dummschwätzer.

      • Darüber wer hier „Theoretiker und populistische Dummschwätzer“ ist, gehen die Meinungen zwischen Bikern und Anwohnern auseinander. Ginge es „nur“ um Schmittener (wie ein „Theoretiker und populistischer Dummschwätzer“ aus Bad Homburg behauptet, in Wirklichkeit nur sein Freizeit-Privileg verteidigt), wäre das Thema „Wochenend-Sperrungen“ im Taunus nie zu dem geworden, wo wir heute stehen.
        In Schmitten leben knapp 10.000 Einw., die wohl wie der Rest der Republik mehrheitlich wochentags berufspendeln und einkaufen. Glaubt hier jemand ernsthaft, zahlreiche Schmitterner würden sich für eine Streckensperrung einsetzen, unter der sie unterm Strich am meisten leiden, wie Herr Mohr suggeriert? Das ist so verquer, dass man erstmal drauf kommen muss.
        Herr Mohr möge sich mal sein Foto-Archiv durchgucken, wie viele Freizeit-Biker (auf ausgesprochenen Putz- und Polier-Maschinen) und wie viele Alltags-Biker mit Einkaufskörbchen da abgebildet sind. Woher kamen denn die Biker, die sich der rechtswidrigen Demofahrt in den gesperrten Bereich am 10.07. anschlossen? Alles Schmittener, die aus Tarnungsgründen, mit F-, OF-, DI-, FB-, WI-, LDK-, GI-… Kennzeichen unterwegs sind? Herr Mohr transportiert also seinen IKEA-Gebrauchsgüter-Einkauf auf seinem Motorrad? Bitte Bilder einstellen!
        Dann wäre es ja eine Möglichkeit, statt einem vollen Sperr-Wochenende, das die Schmittener Einkaufs-Biker einschränkt, lieber zwei Sonntage im Monat zu sperren?

        • @Peter&Yann: Die Motorrad-Demonstration am 10.7.2022, auf der an diesem Tag „gesperrten“ Strecke, war NICHT rechtswidrig (wie Peter&Yann behauptet)! Diese Demonstration war ausdrücklich und schriftlich von der Ordnungsbehörde exakt auf der gefahrenen Stecke genehmigt. Also doch: Peter&Yann = populistischer Dummschwätzer!

  5. Moin Leute,
    diese Streckensperrungen sind Diskrimnierung. Entweder wird die Strecke für jeden Verkehr gesperrt oder nicht. Es sind öffnetliche Straßen, für die wir alle Steuern bezahlen. Da wir Fahrzeuge mit gültiger ABE – zumindest die
    meisten – bewegen, sind die Sperrungen öffentlicher Straßen rechtswiedrig. ier in Berlin kenne ich eine Straße, die ist von 20.00 Uhr bis 06.00 Uhr für LKW und Motorrad gesperrt – da ist ein Krankenhaus. Das ist nachvollziehbar. Die Polizei sollte ihren Job tun und die Dummbratzen rausfischen, die sich nicht an Regeln halten können. Das gild auch für die Autos.
    Mich halten die Sperrungen vom einfahren und im Ort einen Kaffee trinken nicht ab.

    Gruß Meki

    • Hallo Meki, völlig regelkonforme und hochsichere, Flugzeuge dürfen trotz Steuerpflicht am Frankfurter Flughafen nachts nicht fliegen, weil die berechtigten Interessen der Bewohnerschaft vor Lärm und Emissionen von den Gerichten als vorrangig beurteilt werden. Tagsüber müssen sie sich an exakt vorgegebene Flughöhen und Streckenkorridore halten. Ich habe noch nie davon gehört, dass irgendeine Airline oder ein Pilot das als Diskriminierung bezeichnet! Das diesbezügliche Gejaule hier im Forum ist nichts als Selbstbetrug und mangelnde Reflektion. Eine Straßensperrung vor einem Krankenhaus findest Du nachvollziehbar, obwohl die meisten Patienten weniger als zwei Wochen Aufenthalt in einem Krankenhaus haben. Eine zeitweise Sperrung zum Schutz der jahrzehntelang belasteten Anwohner findest Du unfair und diskriminierend. Logisch ist das jedenfalls nicht…

      • Hahahahaha, der Vergleich vom geistigen Tiefflieger funktioniert nicht, hahahaha.

        LIEBEn Gruß
        rudi rüpel

  6. „in Wirklichkeit nur sein Freizeit-Privileg verteidigt“
    Und selbst wenn es so wäre, das ändert nichts an der Unrechtmäßigkeit einer Streckensperrung.
    Es ist völlig egal, ob jemand da fährt weil er unbedingt muß oder nur weil es ihm Spaß macht. wenn man die zwingende Notwendigkeit einer Fahrt als Kriterium zugrunde legt müsste ausnahmslos jeder der die Strecke mit einem KFZ befahren wollte nachweisen, dass die Fahrt zwingend erforderlich ist. Also mit dem Auto oder Motorrad zur Arbeit ist OK aber mit dem Auto oder Motorrad zum Sport oder Freunde besuchen geht nicht.
    Wenn man schon Strecken sperren möchte dann für alle KFZ oder gar nicht. Das ändert nichts an der Unsinnigkeit wäre aber gerechter.

  7. Was für selbstbezogene Luxus-Probleme hier diskutiert werden, während die Welt in Flammen steht und über 1.000 Tote aufgrund der menschengemachten Klimakatastrophe allein in einem kleinen Land wie Portugal zu beklagen sind. Wie menschenverachtend muss man drauf sein, um zu glauben, alle anderen sollten was tun, nur man selbst könnte weiter den gewohnten Motorrad-Stiefel fahren. Für alle, die sich fragen, warum ich ständig aktuelle Klima-Krisen-Nachrichten verlinke: Als Enkel-Anwalt ist es mein Ziel die Zahl derjenigen drastisch zu reduzieren, die guten Gewissens ihren Nachkommen gegenüber behaupten: Daaas habe ich nicht gewusst, daaas habe ich nicht gewollt – was hätte iiiiich denn schon tun können??? Ja, ich nerve euch ganz bewusst, nicht diejenigen, die das Motorrad als Alltagsfahrzeug zB für den Arbeitsweg nutzen, aber alle diejenigen, die „fürn Käffchen und ein paar Kurven“ aus dem Umland auf den Feldberg tuckern oder heizen.

    • Enkel Anwalt,

      es könnte sein daß Ihre Enkel erst mal Ihre Kinder Verklagen, weil sie gezeugt wurden und evtl. kommen sie dann auch noch dran.

      LIEBEn Gruß
      rudi rüpel

    • Jeder ist ein Teil des Problems. Wer Kinder und Enkelkinder hat, hat die Probleme zu spät erkannt. Oder?
      Also, selber schuld!
      LIEBEn Gruß

    • Sorry, leider glaube ich nicht an das Tempolimit. Wenn man möchte, dass Ein Tempolimit unser Klima rettet, dann muss man ganz fest, wirklich ganz fest daran glauben. Als Ingenieur bin ich leider zu sehr Realist als dass ich das könnte. Alle diesbezüglichen Berechnungen, die ich dazu kenne kommen in ihren Ergebnissen über den Bereich der Messtoleranz nicht hinaus.
      ( Achtung, Satire!) Aber vielleicht könnte man einen Deal machen? Quasi einen Unfug gegen den anderen tauschen. Man verzichtet auf alle Fahrverbote für Motorräder. Im Gegenzug stimmen alle Motorradfahrer für ein Tempolimit. Wenn dann die Ergebnisse nachher nicht so sind wie man sie erhofft hat kann man ja wieder die Motorradfahrer dafür verantwortlich machen. Wahrscheinlich haben die heimlich Vollgas gegeben und so die Ergebnisse sabotiert oder sie haben einfach nicht fest genug daran geglaubt. (Satire Ende)

    • Danke Enkel-Anwalt, habe schon unterschrieben und es weiter verbreitet.

      Vorschlag an Manni: fahr doch mal ins Ahrtal oder ins Osterzgebirge und erzähle den Feuerwehrleuten und Anwohnern: dass ihr absauft oder hier alles brennt bewegt sich innerhalb der messtoleranz und deshalb mache ich: nix, bzw. weiter wie gehabt! Komm gesund wieder heim!

      • „..Vorschlag an Manni: fahr doch mal ins Ahrtal oder ins Osterzgebirge und erzähle den Feuerwehrleuten und Anwohnern: dass ihr absauft oder hier alles brennt…….“ Und das liegt jetzt am (fehlenden) Tempolimit und könnte durch Streckensperrungen behoben oder doch wenigstens gelindert werden? Oder waren das wieder die bösen Motorradfahrer ? Würde das Problem kleiner, wenn ich statt Motorrad nur noch Auto fahren würde?
        Würden tatsächlich weniger Bäume brennen und weniger Starkregen fallen (der dann zu Überflutungen führt) wenn niemand schneller als 130 oder auch 100 km/h führe? Es fällt mir sehr schwer das zu glauben.
        Auf die Dauer werden die Fahrzeuge ohnehin überwiegend elektrisch betrieben werden. Das wird ein Tempolimit aus ökologischen Gründen ohnehin ad absurdum führen. Bis dahin sollten die Fahrer von Verbrennern besser lernen bewusster zu fahren, sich klar machen und verstehen was da vorne im Motor passiert. Dann wird der Verbrauch messbar sinken weit über die Messtoleranz hinaus. Der erste Satz meines Fahrlehrers lautete damals: „…Autofahren ist mehr als nur Gas geben…..“. Das habe ich bis heute nicht vergessen.

        • Ich kann und will nicht für Arnold antworten, meine Haltung ist: Jeder muss tun, was immer möglich ist um klimaschädliche Emissionen zu vermeiden. Immer nur auf die andern zeigen, beweist, dass die existentielle Bedrohung der gesamten Menschheit längst nicht von jedem begriffen wird – was nicht beweist, dass die massive Verhaltensändeung dringend notwendig ist.

          • Deinen Äußerungen, lieber Paule, kann ich im Wesentlichen nur zustimmen. Es hilft nichts nur mit dem Finger auf andere zu zeigen. Es sind weder die „bösen“ Motorradfahrer, noch die Raser auf den Autobahnen, noch irgendwelche anderen mehr oder weniger „Verrückten“ die allein verantwortlich sind. Jeder, wirklich jeder ist Teil des Problems, da darf man sich nichts vormachen. Jeder kann aber auch Teil der Lösung sein. Das Problem CO² ist etwa 200 Jahre alt, im Blick der Öffentlichkeit etwa seit 30 Jahren. Das weitaus größere Problem der Umweltzerstörung ist noch sehr viel älter.
            Meine Generation (ich bin Babyboomer) hat sich leider maßgeblich daran versündigt. Wir werden es auch nicht schaffen eine adäquate Lösung zu offerieren. Auch die nächsten Generationen werden es nicht schaffen die Probleme endgültig zu lösen. Aber, und das läßt hoffen, ist ein Umdenken erkennbar, selbst bei mir. Die Menschen sind sensibler geworden gegenüber den Problemen auch wenn ich vielfach eine gewisse Sachlichkeit vermisse (siehe Tempolimit). Ich fahre Motorrad aus Leidenschaft und es ist ein wesentlicher Bestandteil meiner Lebensqualität.. Ich bin mir dessen bewußt, das ich damit zu den Problemen beitrage. Dadurch, dass ich meine Leidenschaft in mein „notwendiges“ Leben integriere, versuche ich die Schäden in Grenzen zu halten. Wenn ich beispielsweise mit dem Motorrad zur Arbeit fahre brauche ich nur die Hälfte an Benzin und ich habe auch noch Spaß dabei. Das tut mir gut, meinem Geldbeutel und entlastet ein wenig die Umwelt.
            Um wieder zum Thema zu kommen, schließlich geht es hier ja eigentlich um Streckensperrungen, Nein, Streckensperrungen sind keine Lösung, weder gegen Verkehrslärm noch gegen den Klimawandel. Effektiver wären da Sanktionen gegen Fahrzeuge die wirklich zu laut sind (gemessenes Fahrgeräusch) oder ein Tempolimit für Fahrzeuge die z. B. mehr als 9 Liter Benzin /100 km verbrauchen. Bei Motorrädern könnte man die Zahl auf 6 Liter reduzieren. (Nein, ich widerspreche mir nicht, ein pauschales Tempolimit lehne ich ab aber ein Tempolimit abhängig vom Verbrauch fände ich sinnvoll). Dann würde man nämlich genau bei den Problemen ansetzen und nicht einfach eine ganze Gruppe pauschal sanktionieren. Auch sollte stärker zwischen Verbrennern und E-Fahrzeugen differenziert werden. Das würde letztendlich auch die E-Mobilität fördern.

          • Hallo Paule,
            ist es nicht etwas viel verlangt? Die Menschheit ist saublöd, das beweist sie immer wieder. Dem Planeten kann garnix besseres passieren als daß sie sich selbst auslöscht. Odrr?
            No future! Schon mal gehört?
            Mein ganzes Leben lang schon versuche ich für die Umwelt so schonend zu leben wie es nur geht. Mein Konsum ist sehr reduziert, immer schon, nie geflogen, keine Kreuzfahrten, vor jeder Neuanschaffung steht die Frage brauche ich das. Das ganze nicht aus Zwang sondern aus innerer Überzeugung. Apropos Zeugung, selbst das menschlichste überhaupt habe ich mir versagt, alles für die Umwelt, dazu stehe ich heute noch, für mich habe ich alles richtig gemacht.
            Und heutzutage muß ich mir plötzlich von Leuten die ihr Leben lang in saus und braus gelebt haben, nur weil sie jetzt Enkel haben und dadurch ihr „grünes“ Gewissen entdeckt haben, anhören daß ich nicht mehr mit meiner alten Rappelkiste fahren darf. Das macht mich einfach nur rasend, also fuck off Tempolimit, fuck off Streckensperrung, fuck off Verbrennerverbot,
            fuck off Greta, fuck off Menschheit, fuck off …………… . Paule hier können Sie weitermachen.

            LIEBEn Gruß
            rudi rüpel

  8. Lieber Ingenieur Manni, kannste mal das Naturgesetz benennen und für Laien erklären, das dich zu dieser steilen These veranlasst? Die Befürworter des Tempolimit sagen sinngemäß: je höher die erforderliche Beschleunigungsenergie zur Erreichung einer bestimmten Geschwindigkeit ist (durch die zu beschleunigende Masse) oder je höher die Geschwindigkeit ist, umso höher ist die hierfür erforderliche Energie, sprich deren (unnötiger) Verbrauch sprich die vermeidbaren Emissionen. Welche Theorie stellst Du denn so auf, die nicht dazu führt, dass dein Diplom auf der Stelle zerbröselt?

    • Stimmt alles, was du schreibst lieber Gerhard, nur hat es nichts damit zu tun.
      Natürlich ist für die Befürworter ein Tempolimit der Heilsbringer und das allein selig machende.
      Vereinfacht gesagt beruht die Berechnung einfach darauf wie viele Kilometer Anteilig, von allen Fahrzeugen schneller als 130 km/h gefahren werden (das sind, bezogen auf die Gesamtfahrleistung, erstaunlich wenig) und wie hoch ist der diesbezügliche anteilige Mehrverbrauch. Je nachdem wie „großzügig“ man rechnet kommt man auf Einsparungen zwischen 1% und 2 % (Messtoleranz). Wir haben damals auch mal probehalber mit 100 km/h gerechnet und kamen auf etwas mehr als 2% Dabei sind die die schlechteren Teillastwirkungsgrade (die meisten Motoren haben ihren höchsten Wirkungsgrad bei etwa 2/3 der Höchstgeschwindigkeit) der Motoren bei niedrigeren Geschwindigkeiten noch nicht einmal berücksichtigt. Man würde also (ich habe das hier schon einmal geschrieben) große Mühe haben, die Folgen des Tempolimits in der Umweltbilanz und auch der Unfallstatistik überhaupt wiederzufinden. Zudem müsste man diese auch „geschickt interpretieren um vor der Öffentlichkeit einen Erfolg zu formulieren.
      Die Diskussion ums Tempolimit wird leider so emotional geführt, dass eine vernünftige Lösung nahezu ausgeschlossen ist. Ganz sachlich gesehen ist es die ganze Aufregung nicht wert.
      Die Diskussionen über Streckensperrungen regen mich wirklich auf, wohingegen ich die Diskussion über Tempolimit einfach nur lächerlich finde.

  9. Hallo Rudi Rüpel, wie die „Ökos“ hier im Forum ihr bisheriges Leben gestaltet haben, können sie nur selbst beantworten, aber ich habe genau wie Du noch nie in Saus und Braus gelebt und bin zu jung um schon Enkel zu haben. Ich glaube, dass Du dich persönlich angegriffen fühlst, genauso wie Manni, obwohl ihr nicht oder nur sehr begrenzt gemeint seid. Jeder Öko, der klar bei Verstand ist (und die gibt es, es werden mehr), wird zustimmen, dass es sinnvoller ist, Alltagsstrecken mit einem sparsamen Motorrad statt mit einem tonnenschweren, ressourcenintensiven PKW zurückzulegen. Wo sich die geister scheiden, ist die Frage, ob Emissionen zu Freizeitzwecken vermeidbar aus Vernunftgründen oder erzwingbar über Verbote sinnvoll sind. Wer sich aus Vernunftgründen selbst dazu entscheidet (so wie ich) wird davon eben gerade nicht rasend, sondern entdeckt eine neue Form von Lebensqualität. Wer gezwungen wird, erlebt das als Eingriff und schlägt um sich. Das ist simpelste Psychologie. Die Streckenverbote zielen sehr eindeutig auf Freizeitfahrten im Taunus und anderen „beliebten Strecken“ – und die sind einfach nicht mehr zeitgemäß. Das kann man betrauern und sich erzürnen – es ändert nix! Und bitte: Greta ist an dieser Entwicklung nicht schuld, sie hat einen wichtigen beitrag zur Diskussion und Sensibilisierung geleistet – wenn sie es nicht gemacht hätte, wäre jemand anders aufgestanden. Also bitte kein „fuck off Greta“ – wenn es um Ursachen geht. Und letztlich: wir können und müssen jetzt anfangen die Zukunft zu retten – wir haben keine Zeit über bisherige Versäumnisse zu streiten. Denn das scheint oft der Sinn der Emotionen (auch das ist ganz einfache Psychologie: Projektion): alle anderen sind mindestens genauso dran wie ich, also mache ich gar nix! Erzähl das mal dem Golftstrom, dem jetstream, dem Gletscher, dem Starkregen, der Dürre, dem Inferno = sie werden dich ignorieren…

    • Hallo Tanja,

      danke für die nette Antwort. 1. ich habe nix gegen Greta, als Person ich kenne sie nicht mal. 2. Greta ist nicht frei von „Schuld“, Sie ist an der Entwicklung genauso beteiligt wie Sie und ich, Frau Tanja. Erstaunlich daß Sie mich anhand
      meiner drei Zeilen, ohne mich zu kennen, psychologisch auseinander nehmen. Übrigens, den Begriff rasend habe ich verwendet weil ich ihn, mit meinem komischen Humor, in unserem Zusammenhang einfach nur lustig finde. Also noch mal: die Menschheit ist nicht zu retten! Wer das glaubt macht sich etwas vor Punkt
      Der ein oder die andere werden bei dieser Vorstellung evtl. in Panik geraten, auf mich wirkt sie sehr beruhigend.

      LIEBEn Gruß
      rudi rüpel

  10. @ Tanja,
    Es ist schlicht falsch und „Fake news“, wenn Tanja behauptet “ Die Streckenverbote zielen sehr eindeutig auf Freizeitfahrten im Taunus „. Wäre das so, dann wäre die Strecke für Anlieger oder Anwohner frei. Das ist si aber nicht. Stattdessen werden Bürger id von Schmitten nach Bad Homburg fahren wollen gezwungen einen Umweg von 33% mehr an Kilometer zu fahren. Also 33% mehr Treibstoffverbrauchr, 33% mehr an CO2-Ausstoß. Und übrigens: Sogar Elektromotorrädern und Elektro-Motor-Rollern wird das Befahren der Strecke verboten. Also Tanja, bleibe bitte bei der Realität und verzichte auf falsche Aussagen.

  11. Liebe Kommentarverfasser und innen. Ich denke hier geht es um Streckensperrungen für Motorräder und nicht um die Rettung der Welt.
    Noch mal zur Erinnerung, wir reden über die Schilder auf denen Sinngemäß „übersetzt“ steht: „…lieber Motorradfahrer, bringe bitte dein Motorrad wieder nach hause und komme mit dem Auto wieder, denn wenn du das was du sonst mit dem Motorrad machst mit dem Auto machst ist das völlig OK..“ Vielleicht erkennt man an der „Übersetzung“ besser gegen was für einen Schwachsinn wir uns wehren. Interessant wäre es auch zu sehen, wenn alle Motorradfahrer genau das tun würden.

    • Lieber Manni, hallo Herr Mohr,

      wenn Sie den einen Punkt kennen, an dem steht „Rettung der Welt – bitte hier kräftig hebeln“, dann bin ich sehr verbunden, wenn Sie daraus nicht länger ein Geheimnis machen. Bis dahin heißt es hier wie an zahllosen anderen Stellen: Jeder ist für seinen Beitrag im Guten wie im Schädlichen verantwortlich.
      Natürlich ist unnötiges Erdöl-Verfeuern immer schädlich, egal ob mit dem Fossil-Bike oder dem Fossil-Auto (auch dem E-Auto, das aus begrenzten Ressourcen mit Energie-Aufwand hergestellt und beim aktuellen Strommix betrieben wird). Ich verstehe den wirklich kindischen Trotz nicht: wirklich niemand von den Befürwortern der gelegentlichen! Wochenend!-Sperrungen hat behauptet, dass die Sperrungen die Lösung für sämtliche Probleme bedeutet oder damit das Ziel verfolgt, dass nun ein paar Ignoranten noch mehr Lärm- und Schadtstoff-Emissionen verursachen „um es denen mal so richtig zu zeigen“. Das ist so unreif, dass ich langsam daran zweifel, ob diese Menschen mehr als ein Bobbycar zu fahren im Stande sind.
      Die Streckensperrungen sind eine Maßnahme ziemlich am Ende eines sehr lange auf dem Nervenköstum tausender Anwohner ausgetragenen Freizeitverhaltens von vielen hundert Bikern, die zur großen Mehrheit eben gerade NICHT aus den Taunus-Orten stammen. So zu tun als wären die „armen Schmittener“ die Leidtragenden, Herr Mohr, ist wirklich grotesk, albern und die pure Selbst-Verar…. Sie verbreiten nicht Fake-News (die darauf zielen andere auf eine falsche Spur zu manipulieren), Sie produzieren eine höchst peinliche Selbsttäuschung in aller Öffentlichkeit. Es gibt nur wenige Personen, die diesen Quark glauben, den Sie so absondern und diese leben vermutlich in einer „Biker-Blase“, die einen sehr hohen Tellerrand mit sich bringt.
      Und dass es aktuell auch E-Motorräder betrifft ist natürlich dumm, aber liegt gewiss auch daran, dass der bvdm anscheinend lieber die Backen aufbläst, als mal seine verbandlichen Hausaufgaben zu erledigen und einen soliden Entwurf für eine Lösung dieses Problems dort anzubringen, wo man es lösen kann (siehe die dazu geführte Diskussion im Forum über E-Motorräder).
      Dass Streckensperrungen über den unmittelbaren Nutzen einer Lärmpause das Potential haben, vernünftige Menschen zu einer zeitgemäßen Neuausrichtung ihres Freizeit- und Konsumverhaltens zu motivieren, darf man hier durchaus mitdiskutieren, aber es ist nicht der Kern des Problems.

      • Es geht doch eigentlich nur um die Frage, warum Autos, die das gleiche tun wie Motorräder (und dabei mehr Sprit verbrauchen) ungehindert fahren dürfen und Motorräder nicht. Diese Ungerechtigkeit ist Gegenstand der Diskussion, nicht ob CO2 erzeugen zum Spaß (das machen Autos auch) sinnvoll ist oder nicht, nicht ob fossile Brennstoffe dem Klima schaden (das tun sie auch wenn Autos diese verbrennen). Es geht darum, daß mit zweierlei Maß gemessen wird. Einem Motorradfahrer wird unterstellt, dass er nichts anderes will als unnötig Sprit „verballern“ nur zu seinem Vergnügen und will ihm das verbieten. Einem Autofahrer mit der selben Absicht wird das erlaubt, ohne Diskussionen. Ich könnte also den „Unsinn“ den ich mit dem Motorrad anstelle (so, jedenfalls der Vorwurf) ganz entspannt mit dem Auto anstellen und niemand würde mir das verbieten. Und genau das verstehe ich nicht.

      • „Dass Streckensperrungen über den unmittelbaren Nutzen einer Lärmpause das Potential haben, vernünftige Menschen zu einer zeitgemäßen Neuausrichtung ihres Freizeit- und Konsumverhaltens zu motivieren, darf man hier durchaus mitdiskutieren, aber es ist nicht der Kern des Problems.“
        Warum sperrt man dann nicht abwechselnd ein WE nur für Autos und ein anderes WE nur für Motorräder. So könnte man doch viel mehr Menschen motivieren….

        • Das ist unter Fairness-Gesichtspunkten erstmal eine nachvollziehbare Idee… Wobei zu bedenken bzw. zu klären ist: Haben gleich viele Frauen wie Männer einen Motorrad-Führerschein und ein Motorrad zur Verfügung? Haben Haushalte mit einem geringen Einkommen die Wahl zwischen zwei Formen des Individualverkehrs? Sind Mehr-Personen-Fahrten zB mit Kindern oder Senioren gleich gut per Motorrad zu machen?

          Angebrachter scheint uns: „Anlieger frei“ für lärmgeplagte Strecken und ein zügiger Ausbau des ÖPNV. Jeder darf zum Kaffeetrinken auf den Feldberg, aber es gibt eine zumutbare An- und Abreise mit dem Bus. Dann können die Frankfurter Freunde der schönen Aussicht bis zur Hohemark mit der U-Bahn und dann mit dem Bus auf den Berg…

          • Vom Motorrad zum ÖPNV, das hat schon etwas demütigendes. Immerhin werden alle gleich behandelt und niemand benachteiligt.

          • Wir finden den Vorschlag von Tanja gut – was soll am ÖPNV demütigend oder benachteiligend sein? Diese Emotionen kann nur entwickeln wer sich für was Besseres hält – nicht gerade ein feiner Charakterzug… Tanja hat den Punkt gut getroffen: gendersensible Verkehrspolitik kommt zu Ergebnissen, die für alle Menschen gleich gut sind, statt einen Teil der Bevölkerung (zB Anwohner, Kinder, Senioren, Eltern, Schichtarbeitende) gegen einen anderen (tendenziell eher gut betuchte Männer mit Wochenendfreizeit) auszuspielen. Nur ist eine so ausgewogene Verkehrspolitik bislang weder von sogenannten christ-demokratischen noch sogenannten liberalen Verkehrsministern und auch nicht wirklich von einem sogenannten grünen Al-Wazir umgesetzt worden. Es wird Zeit!

        • Hei Manni,
          „Vom Motorrad zum ÖPNV, das hat schon etwas demütigendes. Immerhin werden alle gleich behandelt und niemand benachteiligt.“
          Hahahahahaha! ÖPNV? Da sind alle gleich benachteiligt! Hahahaha!
          LIEBEn Gruß
          rudi rüpel

  12. „…Wir finden den Vorschlag von Tanja gut – was soll am ÖPNV demütigend oder benachteiligend sein?…“
    Weil im Vergleich zum Motorrad der ÖPNV so ziemlich genau das andere Ende der Skala darstellt. Es geht uns vorrangig nicht um das Ankommen und den Kaffee am Feldberg. Es geht um das Fahren, das Genießen der Strecke, der Weg ist das Ziel. Der ÖPNVC reduziert das ganze lediglich auf das Ankommen nach einem Menschentransport (von Fahren wie ich es kenne, möchte ich hier nicht reden) ohne jeglichen Genuß. Durchhalten (die „Fahrt“) statt genießen, sich dem (Bus-)Fahrer auf Gedeih und Verderb ausliefern statt selbst zu bestimmen wann ich wie schnell wohin fahre finde ich schon demütigend. Allerdings sind Autofahrer hier etwas weniger benachteiligt, weil beim Autofahren das Ankommen am Ziel mehr im Vordergrund steht und nicht unbedingt das Fahren. ÖPNV ist aber das deutlich kleinere Übel im Vergleich zu einer einseitigen Streckensperrung. Der Effekt ist aber der gleiche. Die Motorradfahrer werden dem Feldberg künftig fernbleiben, sehr zum Leidwesen der Gastronomen.
    Ob die Busse (oder ein anderer ÖPNV) allerdings weniger Lärm verursacht bleibt fraglich.

  13. Da gibts nicht viel zu verstehen, jedenfalls nichts humorvolles. Die Meldungen, die quasi täglich von der Klimakatastrophe jedem zugänglich sind, richten sich an alle die noch Optimierungspotential hinsichtlich ihres individuellen Ressourcenverbrauchs haben. Das ist in Europa wirklich jeder, also auch die Biker-Szene bei ihrem Freizeitverhalten. Wer Busfahren für unzumutbar hält, braucht noch mehr von diesen humorlosen Meldungen 😉

    • Die Meldungen kenne ich auch und finde sie höchst besorgniserregend. Nur, was hat das mit Streckensperrungen zu tun? Ich verstehe den Zusammenhang nicht. Hier geht es im Grunde nur um die Frage ob ich manche Strecken mit dem Motorrad fahren darf oder nur mit dem Auto. Um nichts Anderes geht es hier. Ich verstehe nicht, warum eine Streckensperrung (wo ich nur noch mit dem Auto fahren darf) dem Klimaschutz dient. der umgekehrte Fall wäre da wesentlich weniger klimafeindlich.
      Ich halte ÖPNV übrigens nicht für unzumutbar, er hat nur eine andere Aufgabe. Motorrad (manchmal auch Auto) fahre ich weil ich es möchte oder eine notwendige Fahrt möglichst angenehm gestalten möchte. ÖPNV nutze ich wenn ich muss und ist für mich, bis auf wenige Ausnahmen, immer eine Notlösung. Aber das ist ein ganz anderes Thema und hat nichts mit Streckensperrungen zu tun.

      • „ÖPNV ist für mich eine Notlösung“ – ja, das geht bislang vielen so, ich nehme mich da nicht aus, fahre aber viele Alltags- und Freizeitstrecken mit dem Rad. Was wir als Gesellschaft schaffen müssen, ist ein neues Verständnis des Wortes Notlösung. Im bisherigen Verständnis bezeichnet Notlösung die schlechteste, unangenehmeste Variante einer Vorgehensweise, die noch das gewünschte Ergebnis erreicht.
        Das neue Verständnis zu dem wir kommen müssen ist: hier ist ein Lösungsansatz, der eine allgemeine Not berücksichtigt und diese möglichst minimiert. Ein gut funktionierender ÖPNV ist eine Not-Lösung für die immensen Emissionen des Verkehrssektors insgesamt. Je länger wir als Gesellschaft und als Einzelne konsequenten Klima- und Ressourcenschutz verbummeln oder erst mal anderen zuweisen, um so größer wird die Not und umso restriktiver müssen in wenigen Jahren die Not-Lösungen ausfallen. Streckensperrungen sind sowohl im alten wie auch im neuen Wortsinn eine Not-Lösung…

        • Liebe Miriam,
          ja, ÖPNV wird für mich in den meisten Fällen immer eine Notlösung bleiben. aber man kann ihn deutlich attraktiver machen. Ich habe z. B. als Tourist in München oder auch London (dort ist die Tube ja ein Muss) den ÖPNV, sprich U-Bahn nicht als Notlösung empfunden. Mit dem Auto durch London oder auch München stelle ich mir Alptraumhaft vor. Der wichtigsten Gründe das ich den ÖPNV meide liegen in der Gefahr, dass ich im Zug stehen muss. Wenn es länger als ein paar Minuten sind ist das für mich ein echtes Problem, dann fährt die Bahn ja nicht immer dahin wo ich hin will sondern bestenfalls zum nächstgelegenen Bahnhof, da sind Fußmärsche garantiert. Das Umsteigen in Busse oder andere Bahnen birgt wieder die Gefahr eines Stehplatzes, der falschen Bahn oder gar der falschen Tarifzone. Ich bin schon „Schwarz“ gefahren, obwohl ich gar nichts davon wusste. Abgesehen davon sind die Fahrzeiten erheblich länger (im Falle meiner Arbeitsstätte mehr als doppelt so lang) und ist zudem noch erheblich teurer als Auto oder erst recht Motorrad. Und im Winter ist die Bahn immer die erste die „dicke Backen“ macht und einen zwingt trotzdem mit dem Auto zu fahren. Ich gebe zu, das Problem mit den Tarifzonen und der damit verbundenen Gefahr unbeabsichtigt schwarz zu fahren wurde mit dem 9,-€-Ticket sehr elegant gelöst auch das Problem mit den hohen Kosten. Allerdings wurde die „Stehplatzgefahr“ erheblich verschlimmert und Fahrzeiten haben sich auch nicht verkürzt. Es gibt einige Strecken wo die Bahn für mich eine echte Alternative darstellt, z. B. muss ich dienstlich öfter nach Düsseldorf oder Duisburg. Da klappt es wunderbar, ich muss nicht umsteigen und die Stehplatz- und Schwarzfahrgefahr ist ebenfalls überschaubar. Und, man hat kein Parkplatzproblem. Aber im großen Ganzen, in meinem normalen Alltag ist der ÖPNV noch weit davon entfernt eine echte Alternative zu werden. Das 9,-€-Ticket ist allerdings schon ein guter Schritt in dieser Richtung, Das ich die „Stehplatzgefahr“ so hochspiele liegt bei mir einfach daran, dass ich Probleme mit meinen Knieen habe und mir daher das Stehen sehr schwer fällt.

  14. Lieber Manni, die Hypothese von uns, Tanja, Enkel-Anwalt, Ulrich, Gerhard, Paule uvm lautet in etwa (ihr anderen korrigiert mich bitte):

    „Zeitweise Streckensperrungen am Wochenende schützen Anwohner vor unzumutbarem Lärm durch Biker, die bis zum Beweis des Gegenteils weder fast nur Schmittener sind (wie R. Mohr fantasiert) noch Berufspendler (wie R. Mohr fantasiert), sondern weit überwiegend das Motorradfahren im Taunus zu Freizeitzwecken betreiben. Das Freizeitbiken (mit fossilen Treibstoffen) ist neben vielen anderen klimaschädlichen Verhaltensweisen, etwas, was unser aller Zukunft gefährdet. Darum erfüllen Streckenverbote zwei sinnvolle und nützliche Funktionen: Lärmschutz und Klimaschutz“.
    Nicht gemeint und nur wenig betroffen sind Biker, die mit Motorradfahrten unvermeidliche Fahrten absolvieren und damit ressourcenintensivere PKW-Fahrten vermeiden – vorausgesetzt dass der Kraftstoffverbrauch geringer ist als bei einem PKW.
    Jetzt verstanden?

    • „…Jetzt verstanden?“ Nein, weil die Kernfrage der ganzen Diskussion damit immer noch unbeantwortet bleibt.
      Würde man von KFZ im Allgemeinen reden, bestenfalls zwischen Verbrennern und E-Fahrzeugen unterscheiden wären eure Ausführungen logisch und verständlich .Indem man aber zwischen Autos und Motorrädern unterscheidet wird die ganze Sache völlig abstrus. Autos und Motorräder tuen genau das gleiche, sie setzen CO2 frei nur zum Spaß (Anlieger und Zulieferer ausgenommen) machen Lärm usw. Es gibt grundsätzlich keinen Unterschied in diesen Punkten. Trotzdem erlaubt man es den einen was man den anderen verbietet und das sogar mit der gleichen Begründung.
      Diese Differenzierung ist das Problem. Es ist ungerecht und diskriminierend.
      Würde man eine Zeitweise Sperrung für alle (Verbrenner-)Fahrzeuge (mit Ausnahme natürlich für Anlieger und Zulieferer) fordern wäre der Wiederstand aus der Bevölkerung so groß, dass die Maßnahmen nicht durchgesetzt werden könnten. Zumal ja die Verantwortlichen plötzlich selbst betroffen wären. Aus diesem Grund hält man lieber das Feindbild der bösen, lauten und extrem klimaschädlichen Motorradfahrer aufrecht. Und genau dagegen lieber Peter und Yann, setzen wir uns zur Wehr. Und jetzt verstanden?

  15. https://www.tagesschau.de/ausland/europa/frankeich-trockenheit-krisenstab-101.html

    @Peter und Yann: ja, das habt ihr in meinem Sinne formuliert. Dass manche nicht verstehen können, was sie nicht verstehen wollen, ist nicht überraschend. Früher gab es mal diese Aufkleber, die man zeitgemäß umschrieben müsste: „Erst wenn die letzte Nordsee-Insel versunken ist, wenn die letzten Reserveantibiotika nicht mehr wirken [bezieht sich auf Massentierhaltung], wenn die letzte Ölquelle versiegt und der vorletzte Mensch verhungert ist, wird es der letzte Mensch merken, dass man weder Geld noch maximale „Freiheit“ essen kann.

  16. Die Beharrlichkeit der eigentlichen Frage auszuweichen wird lediglich von der Kreativität der Verfasser übertroffen.
    Die Postings sind zwar allesamt interessant und geben in ihrem Kern durchaus Fakten wieder. Nur befassen sie sie sich konsequent nicht mit der eigentlichen Frage.
    Also nun noch mal: „warum dürfen Autos dort fahren und Motorräder nicht?“ Nur darum geht es in diesem Post. Es geht nicht um die Sinnhaftigkeit des Individualverkehrs im Allgemeinen oder die Auswirkungen auf das Weltklima usw. sondern einzig und allein um die Frage warum dem einen etwas verboten wird und dem anderen der das Selbe tut erlaubt wird. Erwarte ich zufiel wenn ich darauf eine halbwegs vernünftige Antwort erwarte?

  17. https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/Simulation-Steigender-Meeresspiegel-trifft-auch-Hamburg-,hamj125212.html
    @ Manni: es geht um den vermeidbaren Freizeit-Verkehr (der zugegebener Maßen nicht nur von Motorradfahrern stattfidet, aber bei diesen besonders wochenends ins Auge fällt und ins Ohr dröhnt) und eben die Reduzierung der jahrzehntelangen Lärmbelästigung von Anwohnern und Mitnutzern des Naturpark Taunus. Ich finde, hier im Forum haben sich durchaus brauchbare Vorschläge herausdiskutiert:
    – „Anlieger frei“ (beträfe alle motorisierten Verkehrsteilnehmer!)
    – Zum Gipfel nur mit dem ÖPNV (beträfe alle motorisierten Verkehrsteilnehmer!)
    – Schaffung der rechtlichen Grundlagen zur Freigabe für E-Motorräder (unter Mitwirkung des bvdm???)
    – schärfere Tempolimits (beträfe alle motorisierten Verkehrsteilnehmer!)
    – ich ergänze noch: ein „erdöl-freies Wochenende“ (beträfe alle motorisierten Verkehrsteilnehmer!)

    • @ Enkel-Anwalt: Gegen Massnahmen, die sich an ALLE Verkehrsteilnehmer wenden, würde ich NICHT protestieren. Wenn es ALLE betrifft (also auch PKW, etc.) dann würde ich mich als „Motorrad-Lobyist“ nicht dagenen wehren. Ich wehre mich nur gegen die Diskriminierung der Motorradfahrer. Zu Deiner Frage in Bezug auf E-Motorräder: Dies ist eine juristische Frage, die zunächst einmal nicht den BVDM betrifft.

      • Ich will mal den Wunsch von Manni aufgreifen und zum Thema zurückführn. Warum Streckensperrungen nur für Biker? Warum auch für Motorräder die regelkonform sind?
        Ich lebe im Usinger Land, schon mein ganzes Leben. Das bringt mit sich, dass massive Belästigungen durch massenhaftes Motorrad-Touristen jedes gottverdammte Wochenende der Saison auftreten. Das ist zum einen der schiere Lärm, wenn man so wie wir nahe am Ortsein- bzw. ausgang wohnen. Die ausfahrenden geben zu sicher 80% schon innerorts kräftig Gas und ziehen ihre Maschinen im zweiten Gang (?) so richtig auf Tempo. Die einfahrenden Biker keulen ebenfalls mehrheitlich mit deutlich mehr als den zulässigen 50 kmh in den Ort hinein. Ob die Maschinen im übrigen regelkonform sind scheint mir irrelevant. Die Gefahr des Erwischtwerdens ist gering und genau so verhalten sich leider sehr viele Biker. Ein weiteres Phänomen kommt dazu und das betrifft eben nur die Biker und keine Autofahrer: je mehr Biker zusammen unterwegs sind, um so geringer ist das Einhalten der Verkehrsregeln und der Rücksicht auf die Anwohner.
        Meine Mutter ist Anfang 80 und zu Fuß nur mit dem Rollator unterwegs. Es ist erst wenige Wochen her, dass sie bei uns vor dem Haus (innerorts!) die Straße über eine sogenannte Querungshilfe (Verkehrsinsel) überqueren wollte. Eine Horde von sicher 20 bis 30 Chopper-Fahrern donnerte mit überhöhtem Tempo in den Ort hinein und machte sich einen Spaß daraus, links und rechts der Verkehrsinsel an meiner Mutter vorbeizuknattern. Keiner hat gebremst, keiner hat ihr einen sicheren Übergang erlaubt, stattdessen Gefeixe und Gehupe. Wenn ich einen von denen erwischen würde, die könnten was erleben!
        Ja, es gibt auch rücksichtslose Autofahrer, aber eine solche negative Gruppendynamik gibt es da nicht, die gibt es nur bei den Bikern, die teilweise noch ihren „outlaw-Kult“ mit Kutten und Gedöns feiern, oder ihre „Sportlichkeit“ betonen wollen. Nochmal: die Motorräder mögen alle legal sein, das Verhalten der Fahrer ist es in der Mehrheit der Fälle nicht!
        Wir Anwohner sind es leid, dass unsere Orte als Spielplätze für Ewig-Pubertierende missbraucht werden! Ich wünsch mir von unserem Landrat, dass die Streckensperrungen deutlich ausgeweitet werden, um die einheimische Bevölkerung wirksam zu schützen!

        • danke heiner, das ist ein wichtiger und absolut richtiger hinweis. motrradfahrer in gruppen benehmen sich als gäbs kein gesetz, wie die barbaren. hab ich selbst lezten sonntag vom sandplacken richtung oberursel erlebt: überholen in den gegenverkehr hinein, die anderen werden schon bremsen. minimaler überholabstand, weit über tempolimit. ich war mit meine zwei enkel im auto unnerwegs und wär fast in die leitplanke gedonnert, wegen diese ochsen. sechs oder sieben mopeds aus marburg-biedenkopf. von wegen herr mohr es wärn alles schmittener berufspendler und einkäufer. kriminelle sind das und sonst gar nix, den gehört der lappe abgenomme. es stehen schon mehr als genug kreuze an den taunusstraßen. herr krebs und herr schorr: streckensperren am wochenend für alle und zwar jedes wochenende! es ist jetzt lang genung geschwätzt worden und nix passiert. wo simmer denn hier?

    • „…– ich ergänze noch: ein „erdöl-freies Wochenende“ (beträfe alle motorisierten Verkehrsteilnehmer!)…“
      Nicht ganz, da gibt es Benziner mit Flüssiggas (oder auch hochkomprimiertes Biogas) und alte Wirbel- oder Vorkammerdiesel die völlig Feinstaubfrei und NOx-arm mit Pflanzenöl betrieben werden können und dann sogar CO2-neutral laufen. Paradoxerweise bekommen solche Motoren nie eine Feinstaubplakette.

  18. Dann muß man eben diese Idioten aus dem Verkehr ziehen, was sonst. Das Rechtfertigt aber nicht, dass man jeden Motorradfahrer, nur weil er ja möglicherweise einer dieser Idioten sein könnte die Durchfahrt verweigert. wie bescheuert ist das denn? Dann müssen die Behörden eben richtig, massiv durchgreifen und diese Idioten (nur diese Idioten!) aus dem Verkehr ziehen.
    Man unterstellt mir damit, dass ich einer dieser Idioten bin das betrachte ich als massive Beleidigung. Mit diesen Pappköppen habe ich nämlich nichts, überhaupt nichts gemein.
    Ich verstehe die Anwohner und ihren Zorn auf diese Idioten. Glauben sie mir, mein Zorn auf diese Pappköppe ist nicht geringer aber einfach alle Motorradfahrer unter Generalverdacht und rausschmeißen geht einfach nicht. Und damit wären wir wieder am Anfang der Diskussion…, schade.

  19. kann ich nur bestätigen, was Heiner und Walter geschrieben haben. Es ist an manchen Wochenenden nicht mehr auszuhalten dieser Lärm! Ich will dass der Landrat seine Bürger und Wähler schützt vor dieser fortwährenden Belästigung und Gefährdung!

    • Ich ziehe die Aussagen ja nicht in Zweifel aber erstens hat es nichts mit meiner Frage zu tun, zweitens muss ich dann nur die „Bösen“ und nicht die „guten“ sanktionieren.
      Eine Frage hätte ich noch, wenn all diese „bösen“ Motorräder Autos wären, würde man dann genauso über die Sperrung nur für Autos diskutieren?
      In einer Großstadt hier in der Nähe finden regelmäßig „Posertreffen“ und auch illegale Straßenrennen statt. Da wird der ganze Innenstadtring zur unerträglichen Lärm- und Gefahrenzone. Ganze Hundertschaften von Polizisten kommen zum Einsatz. Es sind immer nur NUR Autos, kein einziges Motorrad verirrt sich dort hin. Ginge es hier um Motorräder wäre die Strecke mit Sicherheit längst gesperrt, aber Autos? „…man kann doch eine ganze Straße nicht für Autos sperren …“ lautete mal die Antwort auf einen diesbezüglichen Leserbrief. Warum nicht? Was für Motorräder geht muss auch für Autos gehen.

    • „… Ich will dass der Landrat seine Bürger und Wähler schützt vor dieser fortwährenden Belästigung und Gefährdung!“
      Genau, er soll mich als Motorradfahrer vor Streckensperrungen und andere ungerechte Behandlung schützen…Das würde ich von einem anständigen Landrat erwarten.

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